Werne. Zweimal knapp gescheitert, in dieser Saison soll es nun endlich klappen: Die Volleyball-Herren des Werner SC peilen für die Saison 2026/27 erneut den Aufstieg in die Landesliga an. Dahinter sorgen erstmals seit 20 Jahren wieder drei weitere Herrenmannschaften für einen vielversprechenden Unterbau.
Trainer Bronek Bakiewicz weiß: „Einfacher wird es in dieser Saison nicht.“ Drei Spieler haben den Verein verlassen, hinzu kommt eine starke Konkurrenz: „Die Mannschaften, die aus der Landesliga abgestiegen sind, zählen für mich zu den Favoriten. Dazu haben sich natürlich auch die anderen Teams weiterentwickelt.“
Dennoch glaubt Bakiewicz, dass der WSC in dieser Saison nicht nur oben mitspielen, sondern am Ende auch ganz oben stehen kann: „Die Qualität im Kader ist vorhanden, auch wenn die Personaldecke dünn ist.“ Was den Trainer optimistisch stimmt, ist der Unterbau in der Bezirksklasse: Dort gehen mit der zweiten und dritten Herrenmannschaft gleich zwei Teams an den Start. Die jüngeren Spieler aus diesen Mannschaften haben ein Doppelspielrecht und können sowohl in der Bezirksklasse als auch in der Bezirksliga spielen.
Die zweite Mannschaft, die gemeinsam von Bronek Bakiewicz und Stephanie Stahl betreut wird, soll dabei in ihrer Liga ebenfalls ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Mannschaft drei, trainiert von Daniel Claeßen, ist die U18 des Vereins und soll sich nun in der Herrenspielklasse beweisen. Der Saisonauftakt war dann auch gleich das vereinsinterne Duell zwischen der zweiten und der dritten Mannschaft, das standesgemäß mit 3:0 (25:13, 25:19, 25:16) an den WSC II ging. „In einem halben Jahr kann das schon andersherum ausgehen“, ist Bakiewicz vom Potenzial der jungen Dritten überzeugt.
Eine Etage tiefer geht eine noch jüngere Mannschaft an den Start: Die U16, um die sich Bakiewicz gemeinsam mit dem Trainerteam kümmert, startet als Werner SC IV in der Kreisliga. Das Durchschnittsalter beträgt 14,5 Jahre. „Das wird ein wirklich schönes Jahr“, freut sich Bakiewicz darauf, die vielversprechenden Talente, die in den vergangenen Jahren Dauergast bei den Westdeutschen Meisterschaften waren, auf dem Großfeld weiterzuentwickeln. „Dass wir beim Werner SC wieder eine solche Basis im Herrenvolleyball haben, ist vor allem der starken Jugendarbeit von Bernd Purzner zu verdanken. Er schafft es immer wieder, Kinder und Jugendliche für diesen Sport zu begeistern.“
Das führt allerdings auch zu einem Problem: Die Hallenzeiten, in Werne ohnehin ein schwieriges Thema, werden knapp. Viele Mannschaften müssen zusammen trainieren. „Das ist alles andere als optimal. Aber wir schicken deswegen niemanden weg, der in Werne Volleyball spielen möchte“, betont Bakiewicz. Er hofft, dass sich die Situation mit der neuen Halle an der Klöcknerstraße zumindest etwas entspannt und der Werner SC, dann als Landesligist, sein Potenzial weiter ausschöpfen kann.











