Werne. Für Werne und Selm wird ein Blitzeranhänger angeschafft, der von der Stadt Lünen verwaltet und aufgestellt wird. Im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit kann auf diese Weise die Überwachung des fließenden Verkehrs in den drei Städten ausgeweitet werden.
Das teilte Ordnungsdezernentin Stefanie Benting im Ausschuss für Soziales, öffentliche Sicherheit und Ordnung am Donnerstag (11. Juni 2026) mit.
Als mittelgroße kreisangehörige Kommune ist Werne nicht berechtigt, eigenständig Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Allerdings soll das entsprechende Ordnungsbehördengesetz geändert werden. Bis dahin konnte eine andere Lösung gefunden werden, indem Werne, Selm und Lünen ihre Einwohnerzahlen praktisch zusammenwerfen.
„Werne und Selm übertragen Aufgaben der Geschwindigkeitskontrollen sozusagen auf die Stadt Lünen“, führte Benting aus. Diese übernehme die Prüfung der Geschwindigkeitsmessung mithilfe eines teilstationären Blitzers. In Lünen werden außerdem die Messdaten ausgewertet und Verwarn- und Bußgelder bearbeitet. Die Messanlage soll im regelmäßigen Wechsel in den Stadtgebieten von Werne und Selm eingesetzt werden.
„Wir können auf diese Weise einen zusätzlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten“, sagte Benting. Gleichzeitig müsse keine der beteiligten Kommunen die hohen Personal- und Sachkosten für die Überwachung allein stemmen. Die Einnahmen fließen zunächst der Stadt Lünen zu, werden aber nach einem bestimmten Schlüssel aufgeteilt. „Wir werden in der nächsten Sitzung entsprechende Zahlen auf den Tisch legen“, kündigte Benting an.
Auf Nachfrage von Jörg Weber (CDU) stellte die Dezernentin klar, dass der betreffende Blitzer zusätzlich zu dem bereits für Lünen vorhandenen angeschafft werde.





















