Werne. Sanierung in einem Zug, Neubau, Flur- oder Clusterschule? Während einer Sondersitzung im September 2026 soll über die Zukunft des Anne-Frank-Gymnasiums entschieden werden. Die jüngste Zusammenkunft im Betriebsausschuss des Kommunalbetriebs Werne (KBW) gab aber bereits einen Fingerzeig, wohin die Reise geht.
Bekanntlich ergibt sich im Vergleich zum ermittelten Raumprogramm von 2023 (Flurschule mit Erweiterungsbau aufgrund der Rückkehr zu G9) ein zusätzlicher Bedarf bei der Clusterschule von knapp über 1.500 Quadratmetern (Bruttogrundfläche) und damit Mehrkosten von etwas mehr als sechs Millionen Euro.
Als die FDP-Vertreter Dagny Dammermann und Artur Reichert in der KBW-Sitzung am vergangenen Dienstag (23.06.2026) bemerkten, dass das Raumprogramm von 2023 nicht beschlossen worden sei und klar zur Clusterschule tendierten, ergriff Philipp Gärtner das Wort. „Wir müssen jetzt mal Tacheles reden. Jahrelang erzählt uns Herr Damberg (Schulleiter Anne-Frank-Gymnasium, Anm. d. Red.) in verschiedenen Ausschüssen, wie attraktiv das AFG als Flurschule ist. Ich weise noch einmal auf unsere angespannt finanzielle Situation hin“, begann der CDU-Ratsherr und stellvertretende Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses.
Und weiter: „Die Haushaltslage ist desaströs und daher maßgeblich für die Entscheidung. Und alle wollen nur das Beste für die Schule. Aber wenn wir uns das nicht leisten können, dann können wir so nicht bauen. Das AFG ist auch als Flurschule attraktiv.“ Auf Nachfrage verwies Gärtner dann noch auf die hohen Anmeldezahlen des städtischen Gymnasiums.
Von der SPD-Fraktionsbank pflichtete Dörte Hübchen-Oesterschulze dem Christdemokraten bei: „Wir haben nicht mal eben sechs Millionen Euro mehr.“
Währenddessen läuft die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für alle Varianten. Eine gemeinsame Sondersitzung der beiden Ausschüsse (Schulausschuss, KBW) im Vorfeld der regulären Zusammenkunft am 30. September 2026 ist beschlossen.





















