Werne. Bücher und Medien raus aus den Regalen, so heißt es im Herbst im Sachbuch- und Sachmedienbereich der Stadtbücherei Werne.
Dann wird im Obergeschoss des Alten Steinhauses umgebaut. Die erfreulichen Neuigkeiten hatte die neue Leiterin Patricia Buhle am Mittwoch, 24. Juni 2026, bei ihrer ersten Teilnahme am Kulturausschuss dabei und vergaß dabei nicht, auf die Arbeit ihrer Vorgängerin Gerlinde Schürkmann und des tollen Teams zu verweisen.
Voraussichtlich bis Oktober/November wird im Sachbuchbereich die herrschende Aufenthaltsqualität mit dem „Charme der 80er Jahre“ vertrieben und Platz gemacht für eine umfassende Sanierung und Modernisierung.
Bibliothek als „Dritter Ort“ neben Zuhause und Arbeitsplatz
Bibliotheken und Büchereien seien neben dem Zuhause und der Arbeit als „Dritter Ort“ zu verstehen, als unkommerzielle, soziale Räume, die einen niedrigschwelligen Zugang für alle Bevölkerungsschichten böten, in ihrer Bedeutung als Aufenthaltsraum zunähmen und sich so durch die Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der Stadt auszeichneten, ordnete Patricia Buhle ein.
Nach der Einrichtung des Jugendbereichs „Re-Play“ 2016 und der Verwandlung des Belletristikbereichs in das „öffentliche Wohnzimmer“ 2020 als beliebtem Lese- und Kulturort in Werne, nimmt man sich nun den Sachbuch-Bereich in dem historischen Gebäude vor.

Möglich wird dies durch die Förderung der Sparkasse an der Lippe in Höhe von 100.000 Euro und die Anschaffung der Möbilierung durch den Förderverein Stadtbücherei. Ein Bibliotheksausstatter gestaltet den neuen Bereich, dessen Regalsystem und Möbilierung sich an der Ausstattung des „Wohnzimmers“ orientieren, heißt es in der Präsentation, die im Bürgerinformationssystem einsehbar ist. Die Sanierung und Elektroinstallation erfolgen durch den Kommunalbetrieb.
Mehr Barrierefreiheit und verbesserte Aufenthaltsqualität
Die neue Anordnung des Auskunftsplatzes gegenüber des Eingangs zum Obergeschoss biete künftig eine leichtere Orientierung. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch dort verbessere ebenso wie die niedrigeren Regale die Barrierefreiheit, erläuterte Buhle.

Diese werden übersichtlich und locker gestellt und ähnlich wie im „Wohnzimmer“ zum Teil im Halbrund angeordnet sein. Tische und bequeme Sitzmöbel sind im Raum verteilt und bieten Möglichkeiten zum ungestörten Arbeiten mit Sachliteratur und -medien. Die Auffindbarkeit von Büchern und Medien werde dank einer neuen Regalbeschriftung einfacher.
Der Büroraum rechts neben dem Eingang wird ebenfalls saniert, die Kosten übernimmt das Unternehmen Uniferm. Zwei Bilder werden dort an die Geschichte der Gründerfamilie Moormann, die ihren Firmensitz lange in Wernes ältestem Gebäude hatte, erinnern.

Während der Umbauphase müsse das Obergeschoss der Bücherei für rund sechs Wochen geschlossen bleiben, sagte die Leiterin auf Nachfrage aus dem Ausschuss. Zum einen müssten Bücherkisten ein- und ausgepackt und zum anderen die Sicherheit auf der Baustelle gewährleistet werden.
Im Ausschuss nahm man den baldigen Start der Arbeiten erfreut zur Kenntnis und Vorsitzender Christoph Dammermann bedankte sich im Namen der Politik mit einem Blumenstrauß bei Gerlinde Schürkmann für deren jahrzehntelanges erfolgreiches Wirken in der Wernes Stadtbücherei. Barbara Börste (B90 /Die Grünen) und Marita Funhoff (SPD) taten es ihm mit Präsenten gleich.
Ein großes Interview mit der ehemaligen Büchereileiterin lesen Sie am Wochenende bei WERNEplus.





















