Werne. Grenzertige Temperaturen von um die 40 Grad gibt es dieser Tage auch in Werne. Wer kann, verzieht sich an ein kühles Plätzchen. Anders sieht es unter anderem bei einer Vielzahl an Landwirten aus, die vor den angekündigten Unwettern bemüht sind, die erste Ernte des Jahres einzuholen.
Im vergangenen Jahr waren bei allen Wintergetreidearten die Hektarerträge gut bis sehr gut – ganz anders als noch im regenreichen Vorjahr. Mit der aktuellen Hitzewelle hat für viele Landwirte in Werne und Umgebung die Erntezeit begonnen.
„Der Reifeprozess ging wegen der Hitze in den vergangenen Tagen wirklich recht schnell“, so Ferdinand Schulze Froning, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Werne. Wie in der Region üblich, ist es zuerst die Wintergerste, die gedrescht wird, an der Reihe.
Das trockene Wetter ist grundsätzlich sehr gut für die Ernte. Allerdings bringen Hitzegrade oft auch Unwetter und Gewitter mit sich. „Es besteht bei starkem Regen die Gefahr, dass die Hälfe der Körner dadurch abfällt, deshalb sind viele Landwirte jetzt von früh bis spät im Einsatz. Wenn es nötig ist, auch in der Nacht“, schildert der Landwirte-Sprecher.
Die extrem hohen Temperaturen erschweren die Arbeitsbedingungen. „Man kann nur hoffen, dass die Klimaanlage läuft und nichts an der Technik kaputt geht“, sagt Ferdinand Schulze Froning.
Probleme wegen hoher Temperaturen
Ungewohnte Herausforderungen beschert die Hitze teils zudem für das Strohpressen nach der Ernte, wie Ferdinand Schulze Froning berichtet: „Es gibt Kollegen, die haben große Probleme damit, weil die Bänder, die die Ballen zusammenhalten sollen, bei der Hitze nicht richtig halten. Das ist durchaus eine Herausforderung.“
Vermutlich ab Mitte Juli geht es dann mit der Ernte des Winterweizens weiter. Viele Landwirte werden schon vorher auf den bereits abgeernteten Wintergerste-Flächen noch schnellwüchsige Zwischenfrüchte wie Senf, Lupinen, Ölrettich und Sonnenblumen anbauen.





















