Werne. Ein halbes Jahrhundert Kita Lütkeheide – am vergangenen Samstag, 4. Juli, war auf dem Außengelände des Kindergartens viel los. Zahlreiche Stände luden zum Ausprobieren und für eine kulinarische Stärkung bei bestem Wetter ein.
Aber auch im Gebäude gab es viel zu sehen: Eine Fotowand erinnerte an die vergangenen 50 Jahre und ihre Menschen, Momente und Meilensteine. Gleich nebenan konnten kreative Werke der Kinder bei einer Ausstellung bestaunt werden.
„Wir kommen aus dem Feiern gar nicht mehr raus“, berichtete Leiterin Kerstin Funhoff mit Blick auf die ausgelassene Stimmung vor Ort. Nur eine Woche zuvor fand die Verabschiedung der Maxi-Kinder statt, die im Herbst in das Schulleben eintreten werden. Der Tag des Jubiläums war für das gesamte Team besonders emotional und überraschend. Denn trotz seines hohen Alters besuchte auch Gründungsvater Herr Feldkemper das Fest und lobte die tolle Arbeit und Organisation des Teams.
Wer einmal im Kindergarten Lütkeheide war, der kehrt mit Sicherheit zumindest an diesem Tag dorthin zurück: „Ich habe heute eine Besucherin getroffen, die eine ehemalige Kollegin von vor 35 Jahren war. Da kommt man aus dem Lächeln nicht mehr raus“, bestätigte Kollegin Simone Poppenborg diese Eindrücke nach einem emotionalen Wiedersehen.

Die Geschichte des Kindergartens wird von einem großen beruflichen und ehrenamtlichen Engagement begleitet: „Auch heute sind Vorstandsmitglieder, Eltern und Freunde vor Ort. Es herrscht seit jeher eine sehr familiäre Atmosphäre“, schilderte Funhoff. Diese Meinung spiegelte sich auch im Besuch wider. So auch durch die Vorgängerin Regina Haverkamp, die mit über 70 Jahren noch im Rahmen eines Minijobs die Kita unterstützt. Viele Eltern melden ihre Kinder aus eigener Erfahrung hier an, da sie früher selbst im Kindergarten Lütkeheide waren. Am liebsten würde Leiterin Kerstin Funhoff alle Anmeldungen annehmen, doch es sind zu viele.
Für die Beschäftigung der Kleinen wurde am Samstag auch gut gesorgt. Draußen zogen ein Feuerwehrauto und die Präsenz der Jugendfeuerwehr sowie der Erwachsenen der Freiwilligen Feuerwehr Werne die Blicke auf sich. Kinderschminken und der Besuch einer Clownin, die aus Luftballons Tiere bastelte, waren bei den Kindern ebenso hoch im Kurs.

Ein paar Räume weiter, im Inneren der Kita, zierten Bilder und Zeitungsausschnitte der letzten Jahrzehnte die Wände. Bilder von neuen Kita-Teams, Änderungen wie der U2 und U3-Ausbau trugen zum Verweilen bei. Sie erinnerten an die vergangenen 50 Jahre, in denen sich viel getan hat. Erst im Jahr 2024 öffnete der Kindergarten auch im Rahmen einer Krippengruppe seine Räumlichkeiten für die ganz Kleinen. Dies zog auch Umstrukturierungen des Innenbereichs nach sich. Schlafräume bieten jetzt Rückzugsmöglichkeiten, eine moderne wie auch inklusive Aufmachung der Spielräume viele Möglichkeiten für Spiel und Spaß, ohne zu überladen. So werden auch für die nächsten Jahrzehnte an alle mitgedacht.





















