Werne. Eine Woche, die niemand so schnell vergessen wird: 17 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Marga-Spiegel Sekundarschule unternahmen Anfang Juli eine eindrucksvolle Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz in Polen.
Bereits am ersten Tag erhielten die Jugendlichen eine Einführung in die Geschichte der Internationalen Begegnungsstätte, in der sie für fünf Tage untergebracht waren. Eine abschließende Stadtführung durch Oswiecim (Auschwitz) machte deutlich, dass Auschwitz nicht nur ein historischer Ort ist, sondern eine ganz normale Stadt mit Menschen, die dort leben.
Der zweite Tag führte die Gruppe in das Stammlager Auschwitz I. Während der Führung durch die Gedenkstätte wurden die Schülerinnen und Schüler mit den unmenschlichen Bedingungen konfrontiert, unter denen Millionen Menschen leiden und sterben mussten. Besonders die Ausstellungen mit persönlichen Gegenständen der Opfer hinterließen einen bleibenden Eindruck. „Man kannte die Zahlen aus dem Unterricht, aber das hier zu sehen, ist etwas ganz anderes“, berichtete Teilnehmerin Zoe.
Am dritten Tag stand der Besuch von Auschwitz II – Birkenau auf dem Programm. Die enorme Größe des Geländes und die Überreste der Gaskammern machten vielen erst das ganze Ausmaß der Verbrechen bewusst. Der Gang entlang der Gleise, auf denen einst Deportationszüge ankamen, sowie der See, der die Asche der Leichen barg, wurden von vielen als besonders bewegend beschrieben.

Der anschließende Besuch des Ausstellungshauses des berühmten Künstlers Gerhard Richter bot Raum für eine andere, künstlerische Auseinandersetzung.
Ein bewusster Kontrast folgte am vierten Tag mit einem Ausflug nach Krakau. Die historische Altstadt, das jüdische Viertel, das lebendige Stadtbild und die freie Zeit ermöglichten es den Jugendlichen, ihre Eindrücke zu verarbeiten und auch die Gegenwart Polens kennenzulernen.
Neben dem festen Programm spielten die täglichen Gesprächsrunden eine wichtige Rolle. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken, Gefühle und Fragen teilen. Viele berichteten von Momenten, die sie tief berührt oder nachdenklich gemacht haben. Gleichzeitig wurde immer wieder der Bezug zur heutigen Zeit hergestellt.
Am Freitag trat die Gruppe nach dem Besuch der Synagoge und des Museums in Osiwecim die Rückreise an – im Gepäck nicht nur Souvenirs, sondern vor allem neue Erkenntnisse und viele Eindrücke.
„Die Fahrt hat gezeigt: Geschichte wird besonders dann begreifbar, wenn man sich an die Orte des Geschehens begibt. Für die Jugendlichen war es eine prägende Erfahrung, die sie nicht nur im Schulalltag, sondern auch in ihrem persönlichen Denken begleiten wird. Bedanken möchte ich mich auch bei den Sponsoren, ohne die diese Fahrt nicht möglich gewesen wäre“, sagte Organisatorin Anna-Lena Mertens.
Die Marga-Spiegel-Schule würde sich freuen, wenn neue und auch „alte“ Sponsoren diese wichtige Fahrt weiterhin unterstützen würden. Die Kontoverbindung des Fördervereins der MSS lautet DE14441523700000727941.





















