Kostenexplosion: Politik trifft sich erneut zur geplanten Sporthalle

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Werne. Die Arbeiten an der geplanten Zweifach-Sporthalle an der Klöcknerstraße/Ecke Stollenweg schreiten voran. Am Donnerstag, 16. Juli, wird die Grundsteinlegung gefeiert. Doch die Finanzierung macht Probleme. Daher kommt die Politik in der nächsten Woche erneut zusammen, um zu beraten.

Finanzierung Neubau Turnhalle Klöcknerstraße. So lautet der Tagesordnungspunkt am Dienstag, 21. Juli, in der öffentlichen Sitzung des Betriebsausschusses für den Kommunalbetrieb Werne (KBW) im großen Stadthaus-Sitzungsraum.

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Während der Mitgliederversammlung des StadtSportVerbandes (SSV) Werne am gestrigen Montag, 13. Juli, im Kolpingsaal gab Sportdezernent Frank Gründken einen Einblick in die derzeitigen finanziellen Sorgen der Stadt Werne, die auch vor der so dringend für Schul- und Vereinssport benötigten Turnhalle keinen Halt machen.

„Wir haben exorbitante Kostensteigerungen in den Gewerken, einige mussten wir neu ausschreiben“, berichtete Gründken. Die Verwaltung müsse nun die Politik bitten, das Budget für den Neubau zu erhöhen – daher die Sondersitzung. „Wir haben keinen Krieg angefangen, müssen aber mit den Folgen zurecht kommen“, führte der Dezernent auch die weltpolitischen Krisen als Grund für die Kostenexplosion auf.

Die Fertigstellung der Sporthalle sei dennoch bis Ende 2027 geplant, weil dies auch die Förderbedingungen vorsehen würden. Gleichzeitig müsse danach auch die Barbara-Turnhalle abgerissen werden. Der sogenannte Turm im Jugendzentrum JuWeL dürfe nicht mehr für sportliche Aktivitäten genutzt werden. „Wir haben da Ideen für eine neue Nutzung, beispielsweise durch die Musikschule“, sagte Frank Gründken.

Der Kunstrasenplatz im Lindert wird in diesem Jahr erneuert. Mit einer möglichen Förderung würde die Maßnahme umfangreicher ausfallen. Archivfoto: Kreativshooting/T. Schütte
Der Kunstrasenplatz im Lindert wird in diesem Jahr erneuert. Fördermittel fließen für das Projekt aber nicht. Archivfoto: Kreativshooting/T. Schütte

„Haben keine zusätzlichen Kapazitäten versprochen“

Jens König, Geschäftsführer der LippeBaskets Werne, verwies auf die weiterhin steigenden Mitgliederzahlen in den Vereinen und dass durch die neue Halle nur eine „Verlagerung“ stattfände. Der Dezernent entgegnete: „Wir haben keine zusätzlichen Kapazitäten versprochen. Wir haben kein Geld und müssen schauen, wie wir zurecht kommen. Dass wir nächstes Jahr in die Haushaltssicherung gehen müssen, halte ich für sehr wahrscheinlich.“

Über die geplante Sanierung des Kunstrasenplatzes im Lindert informierte Frank Gründken ebenfalls. Hockey und Fußball hätten sich auf einen Flor geeinigt, die Ausschreibung sei veröffentlicht, die Arbeiten sollen in den Herbstferien durchgeführt werden.

„Warum so spät?“, fragte Oliver Grewe, Vorsitzender des Werner SC, und verwies auf die ursprünglichen Planungen, die eine Umsetzung in den Sommerferien vorgesehen hätten. Der Sportdezernent entschuldigte die Verzögerungen mit (früheren) personellen Problemen im Sportamt und im KBW. „Fast immer die gleichen Leuten arbeiten an zahlreichen Baustellen – und jetzt auch mit Hochdruck am Kunstrasenplatz. Wir kriegen das in den Herbstferien umgesetzt – vor einer möglichen Haushaltssicherung“, so Gründken abschließend.

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