Werne. Sowohl die Mädchen- als auch die Jungenmannschaft des Gymnasiums St. Christophorus hatten sich bei den U14-Volleyball-Meisterschaften des Regierungsbezirks Arnsberg ohne Niederlage den Titel gesichert. Damit konnten erstmals zwei Mannschaften des GSC gleichzeitig zum Landesfinale der Schulen reisen, das diesmal in Schwerte stattfand.
Die Konkurrenz beim Landesfinale war groß – schließlich traf das GSC hier auf Schulen, die, ähnlich wie in Werne, ganze Vereinsmannschaften ins Rennen schicken konnten. Für die Jungenmannschaft, bei der es sich im Wesentlichen um die U14 des Werner SC handelte, bedeutete das unter anderem ein Wiedersehen mit den Rivalen aus der abgelaufenen Oberliga-Saison. Nach zwei souveränen Vorrundensiegen gegen Schwerte und Wermelskirchen kam es im Halbfinale zum Duell mit dem Max-Planck-Gymnasium Bielefeld, dessen Mannschaft mit der des Telekom Post SV Bielefeld identisch war.
Gegen diesen Gegner hatte Werne bislang noch nie gewinnen können – diesmal jedoch behielten die Werner Jungen die Oberhand. Entsprechend groß war der Jubel über den Einzug ins Finale. Dort wartete das Carl-Humann-Gymnasium Essen, dessen Mannschaft sich aus dem Nachwuchs des Herren-Zweitligisten VV Humann rekrutierte. Die Essener wiesen dem GSC dann doch die Grenzen auf und sicherten sich den Titel. Das Gymnasium St. Christophorus feierte dennoch stolz die Vize-Meisterschaft.
Auch die Mädchenmannschaft des GSC – also die U14 des TV Werne – traf auf alte Bekannte. Gleich in der Vorrunde ging es gegen das Mädchengymnasium Essen-Borbeck, dessen Mannschaft als U13 des VC Essen-Borbeck im April in Werne den Westdeutschen Meistertitel gewonnen hatte. Die Werner Mädchen gewannen das Spiel und waren im zweiten Gruppenspiel gegen das Konrad-Adenauer-Gymnasium Bonn ganz nah an einer weiteren Überraschung, mussten sich am Ende jedoch knapp geschlagen geben. Im Halbfinale erwies sich der spätere Meister aus Lüdinghausen als eine Nummer zu groß. Im Spiel um Platz 3 gegen das Friedrich-Bährens-Gymnasium Schwerte reichte die Kraft dann nicht mehr. Trotz eines Spiels auf Augenhöhe musste sich das GSC knapp geschlagen geben.
Bernd Purzner, der als Nachwuchskoordinator des Westdeutschen Volleyballverbandes vor Ort war und im Vereinsleben die Mädchen des TV Werne betreut, zeigte sich mit den Ergebnissen hochzufrieden: „Zum einen haben wir es geschafft, eine Jungen- und eine Mädchenmannschaft gleichzeitig zum Landesfinale zu schicken. Das ist, soweit ich mich erinnere, bisher noch nicht vorgekommen.“ Beide Mannschaften hätten Top-Leistungen gegen eine starke Konkurrenz abgeliefert: „Das war zum Abschluss des Schuljahres und damit der Saison noch ein Highlight – und auch ein toller Erfolg für die beiden Vereine TV Werne und Werner SC, aus denen die Spielerinnen und Spieler ja kommen.“
Besonders freut es Bernd Purzner, dass die Spielerinnen und Spieler allesamt durch die Volleyball-AG des Gymnasiums St. Christophorus zu diesem Sport gekommen sind und ihn nun auch im Verein erfolgreich ausüben. „Das zeigt, wie gut Schule und Vereine an dieser Schnittstelle zusammenarbeiten können.“
Mädchenmannschaft: Paula Glitz, Ylvi Feldmann, Marlene Lakenbrink, Mila Hempel, Melija Rohde, Elisa Ulrichs
Jungenmannschaft: Konstantin Altfeld, Peter von Frantzius, Paul-Luca Nienaber, Jonas Hörstrup, Felix Effgen, Tom Köhling





















