Spatenstich: RCS baut neuen Standort für innovatives Kunststoffrecycling

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Werne. Mit dem ersten Spatenstich am 28. August 2026 startet die RCS-Gruppe offiziell mit den Baumaßnahmen an der Capeller Straße. Darüber berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Auf einer 6,5 Hektar großen Erweiterungsfläche entsteht derzeit ein neuer Standort der RCS Plastics GmbH. Mit einem Investitionsvolumen von 75 Millionen Euro baut das Unternehmen seine Expertise im Kunststoffrecycling gezielt aus und schafft die Voraussetzungen für zusätzliche geschlossene Wertstoffkreisläufe. 

Die RCS-Gruppe hatte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie die gesamte Belegschaft eingeladen. Gemeinsam feierten sie den offiziellen Start der Bauarbeiten auf der Erweiterungsfläche nördlich des RCS-Hauptstandorts. Zu den Gästen zählten unter anderem Landrat Mario Löhr, Bürgermeister Lars Hübchen, Wirtschaftsförderer Matthias Stiller, Wulf-Christian Ehrich von der IHK zu Dortmund, Ralf Bülte, Planungsdezernent der Stadt Werne, sowie Vertreter des Baupartners Goldbeck.

Eigenständiger Standort für weiteres Wachstum

Mit dem Neubau entsteht ein eigenständiger Standort der RCS Plastics GmbH mit Produktions-, Logistik-, Verwaltungs-, Wartungs- und Servicebereichen. Geplant ist die Verarbeitung von HDPE-Kappenverschlüssen, PS, PET-Trays und -Getränkeflaschen zu hochwertigen Rezyklaten für unterschiedlichste Anwendungen.

Künftig sollen am neuen Standort rund 100.000 Tonnen Kunststoffmaterial pro Jahr recycelt werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Herstellung hochwertiger Rezyklate bis hin zum Einsatz in Lebensmittelverpackungen.

“Mit dieser Investition schaffen wir die Grundlage für weiteres Wachstum und stärken gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft. Der heutige Spatenstich markiert den Beginn eines Projekts, das den Standort Werne langfristig prägen und die Entwicklung der RCS-Gruppe entscheidend voranbringen wird”, sagt Gerd Francke, Geschäftsführender Gesellschafter der RCS-Gruppe.

Vorreiter bei lebensmitteltauglichem HDPE-Recycling

Ein Schwerpunkt des neuen Standorts liegt auf der Entwicklung und Herstellung von lebensmitteltauglichem Recyclingmaterial aus HDPE-Kappen. Die dafür erforderlichen Zulassungen gelten branchenweit als anspruchsvoll und stellen hohe Anforderungen an Technologie, Qualitätssicherung und Dokumentation.

Mit dem Projekt verfolgt die RCS-Gruppe das Ziel, zu den Vorreitern in diesem Bereich zu gehören und neue Maßstäbe für die Kreislaufwirtschaft zu setzen. “Die Entwicklung lebensmitteltauglicher HDPE-Rezyklate ist eine der großen Herausforderungen unserer Branche. Wir investieren gezielt in innovative Verfahren, um neue Stoffkreisläufe zu erschließen und Recyclingmaterialien in noch mehr Anwendungen nutzbar zu machen”, so Alexander Rimmer, Geschäftsführer der RCS-Gruppe.

Starke Unterstützung aus der Region

Die Realisierung des Projekts wurde durch die enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden, der Bezirksregierung und der Stadt Werne maßgeblich unterstützt, heißt es.

In ihrer Ansprache betonte RCS-Geschäftsführerin Adelheid Hauschopp-Francke: “Unser besonderer Dank gilt der Bezirksregierung und der Stadt Werne. Wir haben während des gesamten Verfahrens eine außergewöhnlich konstruktive und schnelle Unterstützung erlebt. Die Zusammenarbeit hat gezeigt, wie viel möglich ist, wenn Verwaltung und Unternehmen gemeinsam an einem Strang ziehen.”

Investition in die Zukunft der Region

Neben den ökologischen und wirtschaftlichen Effekten schafft die neue Betriebsstätte auch zusätzliche Perspektiven für den Arbeitsmarkt. Geplant sind rund 60 neue Arbeitsplätze, darunter etwa fünf Ausbildungsplätze, berichtet RCS weiter. Mit dem Projekt bekenne sich die RCS-Gruppe langfristig zum Standort Werne und stärke gleichzeitig die regionale Wirtschaft.

Die Fertigstellung des neuen Standorts ist derzeit für Ende 2027 bis Anfang 2028 vorgesehen.

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