Werne. Tischtennis kann mehr als Wettkampf: Es kann Menschen bewegen, Gemeinschaft schaffen und einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitssport leisten. Genau mit diesem Thema beschäftigte sich die Trainer-Fortbildung „Zielgruppen“ des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV).
Mit dabei war auch Renee Bieder vom Werner SC 2000 (WSC). Sein besonderes Interesse galt dabei dem Bereich „Tischtennis mit Parkinson“, der einen wichtigen Schwerpunkt der Fortbildung bildete.
Die Teilnehmenden erhielten umfangreiche Informationen darüber, wie Tischtennis gezielt für unterschiedliche Zielgruppen eingesetzt werden kann. Neben klassischen Wettkampfsportlern standen insbesondere Gesundheits- und Hobbysportler im Mittelpunkt. Der WTTV betont dabei die Bedeutung neuer Zielgruppen für die Zukunft der Vereine.
Tischtennis und Parkinson im Mittelpunkt
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Möglichkeiten, die Tischtennis für Menschen mit Parkinson bieten kann. Die Fortbildungsunterlagen zeigen, dass die Erkrankung unter anderem mit Bewegungsarmut, Zittern, Muskelsteifigkeit, Freezing und einer erhöhten Sturzgefahr verbunden sein kann.
Tischtennis kann dabei als Teil eines ganzheitlichen Bewegungsangebots eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Förderung der Bewegungssicherheit, die Unterstützung des Selbstmanagements, die Vermeidung von Inaktivität sowie die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Auch Koordination, Gleichgewicht und Sturzprävention spielen eine wichtige Rolle.
Für Renee Bieder ist dieses Thema nicht nur theoretisch interessant. Beim Werner SC 2000 engagiert er sich bereits praktisch für die Parkinson-Tischtennisgruppe und möchte dazu beitragen, dass betroffene Menschen Freude an Bewegung und am gemeinsamen Sport erleben.
„Tischtennis ist für mich weit mehr als ein Wettkampfsport. Gerade bei Parkinson können Bewegung, Gemeinschaft und der Spaß am Spiel eine wichtige Rolle spielen“, so Bieder.
Wissen für die praktische Vereinsarbeit
Die Fortbildung vermittelte neben theoretischen Grundlagen auch zahlreiche praktische Ansätze für die Vereinsarbeit. Dazu gehörten unterschiedliche Spielformen, Übungen und Möglichkeiten, Trainingsangebote für Hobby- und Gesundheitssportler abwechslungsreich zu gestalten.
Dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass bei Menschen mit Parkinson besondere Anforderungen berücksichtigt werden müssen. Insbesondere die erhöhte Sturzgefahr und mögliche Bewegungseinschränkungen erfordern eine angepasste Gestaltung des Trainings.
Bieder möchte die gewonnenen Erkenntnisse auch in seine Arbeit beim WSC einfließen lassen. Ziel ist es, Menschen mit Parkinson weiterhin für den Tischtennissport zu begeistern und ihnen ein sicheres, abwechslungsreiches und gemeinschaftliches Bewegungsangebot zu ermöglichen.
Vereine brauchen neue Angebote
Die Fortbildung machte zugleich deutlich, dass Tischtennisvereine vor neuen Herausforderungen stehen. Sinkende Mitglieder- und Vereinszahlen zeigen, dass Vereine neben dem klassischen Wettkampfsport weitere Angebote entwickeln müssen. Gesundheitssport und Hobbyangebote können dabei neue Menschen für den Verein gewinnen.
Für den Werner SC 2000 ist die Arbeit mit der Parkinson-Gruppe ein Beispiel dafür, wie Tischtennis neue Wege gehen kann.
Renee Bieder sieht darin eine wichtige Aufgabe für die Zukunft, Menschen unabhängig von Alter, Leistungsniveau oder gesundheitlichen Einschränkungen für den Sport zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass Tischtennis verbinden und bewegen kann.




















