Werne. Wie steht es um die Landwirtschaft in der Region und welche politischen Rahmenbedingungen brauchen die Betriebe? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Lippegesprächs der CDU-Stadtverbände Bergkamen, Lünen, Selm und Werne.
Auf dem Hof Laurenz in Werne-Stockum diskutierten über 70 Teilnehmer mit Fachleuten aus Wirtschaft und Politik über die aktuellen Herausforderungen der Branche, berichtet Jörg Weber, Pressesprecher des CDU-Stadtverbands in einer Medienmitteilung.
Mit Michael Schulze Kalthoff von Westfleisch und Staatssekretär Dr. Martin Berges aus dem NRW-Landwirtschaftsministerium wurden zwei ausgewiesene Fachleute für die Veranstaltung gewonnen.
Schulze Kalthoff gab demnach zunächst einen Einblick in die aktuelle Lage auf den Vieh- und Fleischmärkten. Besonders angespannt sei derzeit der Schweinefleischmarkt, auf dem internationale Überangebote zu deutlich gesunkenen Preisen führen. Anders stelle sich die Situation bei Rind- und Geflügelfleisch dar, wo eine hohe Nachfrage für stabile beziehungsweise gute Preise sorgt.
Staatssekretär Dr. Berges stellte anschließend die Schwerpunkte der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftspolitik vor. Im Mittelpunkt standen der Abbau von Bürokratie, Erleichterungen durch Änderungen der Landesbauordnung sowie die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Nach seinen Angaben sei es gelungen, die Ausbreitung der ASP bislang regional zu begrenzen. Dr. Berges betonte zugleich die große Bedeutung der Landwirtschaft für Nordrhein-Westfalen und den politischen Willen, die Betriebe weiter zu unterstützen.
Landwirte brauchen verlässliche Rahmenbedingungen
Auch Dr. Michael Schulte, Vorsitzender des Kreisagrarausschusses, stellte sich den Teilnehmern vor und warb dafür, dass sich Landwirte aktiv in politische Diskussionen einbringen und ihre Interessen selbstbewusst vertreten.

„Die Entwicklungen auf den internationalen Märkten treffen auch die Höfe in unserer Region. Deshalb brauchen wir den direkten Austausch mit den Betrieben, um ihre Anliegen in die politische Arbeit einzubringen“, erklärte Martin Cyperski, Vorsitzender der CDU Werne.
Dr. Karl Schürmann, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Lünen, ergänzte: „Unsere landwirtschaftlichen Betriebe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Politik muss dafür sorgen, dass unternehmerische Entscheidungen möglich bleiben und die Betriebe nicht durch immer neue Auflagen zusätzlich belastet werden.“
In der anschließenden Diskussion nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Fragen und Anliegen direkt an die Referenten zu richten. Wie wichtig dieser Austausch sei, brachte, so Weber, eine Bäuerin am Ende des Abends besonders treffend auf den Punkt: „Sie haben mir heute wieder Mut gemacht.“




















