Werne. Erntedankfest des Heimatvereins – das bedeutet ein buntes Programm mit viel Abwechslung, Spätsommerliche Stimmung, herbstliche Lieder und Gedichte, aber auch einiges für die Lachmuskeln.
So ist es nicht verwunderlich, dass der große Saal bei Wittenbrink wieder bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die Vereinsvorsitzende, Barbara Schaewitz, führte froh und gekonnt durch das Programm. Als besonderer Gast war Helle Juhl Eggersmann eingeladen, um von ihren Sim-Jü-Erlebnissen zu erzählen.
Als Tochter von Rainer Schulz, viele Jahrzehnte Mr. Sim-Jü in Werne, hat sie von frühester Kindheit an die Schausteller und ihr Geschäft so intensiv wie sonst kaum jemand kennen und lieben gelernt. So sehr, dass Bärbel Schütze von der Geisterbahn ihre „seelische Tante“ wurde. Inzwischen pflegt sie die Tradition ihres Vaters und wird dabei kräftig von ihrer Mutter Kirsten Schulz unterstützt.

Die 1.500 Sim-Jü-Herzen in den Schaufenstern der Werner Kaufleute hat sie besorgt und eigenhändig verteilt. Den Sim-Jü-Pin, den die Familie selbst bezahlt hat, erhielten alle Anwesenden als Erinnerungsgeschenk.
Hermine Schindler und Manfred Schoppmann von der Plattdeutsch-Gruppe führten den Sketch „Alte Frau beim jungen Arzt“ auf. Die Zuschauer lachten so herzhaft, dass die beiden Darsteller sich das Mitlachen nicht verkneifen konnten. Die musikalische Begleitung war durch Hans-Werner Hein am Akkordeon gesichert.
Zum Ende trat Barbara Schaewitz als westfälische Kartoffelfrau auf und erzählte, wie der „Alte Fritz“ der Pflanze als Grundnahrungsmittel in Preußen zum Durchbruch verholfen hat. Als die Dämmerung das Tageslicht überwand, fand die Feier mit dem Lied „Ein schöner Tag zu Ende geht“ den passenden Abschluss.




















