KI bewegt Werne – und mehrWerte bringt die Menschen ins Gespräch

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Werne. Wie verändert Künstliche Intelligenz unser Leben? Welche Chancen eröffnet sie für Wirtschaft und Gesellschaft – und wo müssen wir genauer hinschauen? Dass diese Fragen die Menschen bewegen, zeigte sich am Donnerstagabend (15.10.2026) im Kolpinghaus Werne eindrucksvoll.

Gut 50 Interessierte folgten der Einladung von mehrWerte – Gesellschaft für Dialog in der Region e. V. zum Dialogforum „MehrWert für die Gesellschaft? KI in der Wirtschaft: Zwischen Nutzen und Risiko“.

Was als Informationsveranstaltung begann, entwickelte sich schnell zu einem lebendigen Austausch. Die Gäste hörten aufmerksam zu, stellten zahlreiche Fragen und diskutierten bereits während des Vortrags engagiert mit. Auch nach dem offiziellen Ende war der Gesprächsbedarf noch lange nicht erschöpft.

Ein Verein, der wächst und etwas bewegt

Zu Beginn des Abends begrüßte der erste Vorsitzende, Dr. Thomas Willerding, die Gäste und stellte die Idee hinter mehrWerte vor: Menschen zusammenzubringen, unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen und gesellschaftlich relevante Themen in Werne und der Region aktiv aufzugreifen.

Nach dem Grußwort der stellvertretenden Bürgermeisterin Marita Funhoff, berichtete Prof. Dr. Ann-Marie Nienaber zur Entwicklung des Vereins, wie viel sich seit der Gründung bewegt hat: mehrWerte hat sich gemeinsame Leitlinien gegeben, klare Projektformate entwickelt und damit eine wichtige Grundlage für seine zukünftige Arbeit geschaffen. Zugleich wächst die Zahl der Mitglieder kontinuierlich – ein ermutigendes Zeichen dafür, dass die Idee des Vereins in Werne auf Resonanz stößt.

Auch digital ist mehrWerte inzwischen präsent. Über die Website www.mehrwerte-werne.de und den Instagram-Kanal @mehrwerte_werne informiert der Verein über seine Aktivitäten und lädt Interessierte dazu ein, sich einzubringen.

Dass mehrWerte nicht nur diskutieren, sondern auch konkrete Impulse setzen möchte, zeigte der anschließende Ausblick auf das kommende Jahr. Herr Krutwage aus der Jugendhilfe in Werne und Frau Dr. Angenendt als Vereinsmitglied stellten neue Projektvorhaben vor und machten deutlich, wie der Verein seine Arbeit weiterentwickeln möchte.

Künstliche Intelligenz verständlich, anschaulich und kritisch beleuchtet

Den inhaltlichen Höhepunkt des Abends bildete der Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Frederik Möller von der Technischen Universität Braunschweig. Der Wirtschaftsinformatiker, dessen Forschungsschwerpunkt auf datengetriebenen Unternehmen liegt, nahm die Gäste mit auf eine ebenso informative wie kurzweilige Reise durch die Welt der Künstlichen Intelligenz.

Dabei gelang ihm etwas, das bei einem technologisch komplexen Thema keineswegs selbstverständlich ist: Er holte Menschen mit ganz unterschiedlichen Vorkenntnissen ab, erklärte Hintergründe anschaulich und machte Chancen, Grenzen und Risiken der KI gleichermaßen verständlich.

Schnell wurde deutlich, dass Künstliche Intelligenz längst kein Thema mehr ist, das ausschließlich Unternehmen oder Technikexpertinnen und -experten betrifft. Sie verändert bereits heute unseren Arbeitsalltag, den Umgang mit Informationen und die Art, wie Entscheidungen getroffen werden. Umso wichtiger ist die Frage, wie diese Entwicklungen verantwortungsvoll gestaltet werden können und wem ihr Nutzen tatsächlich zugutekommt.

Besonders eindrucksvoll war die unmittelbare Resonanz aus dem Publikum. Bereits während des Vortrags entwickelte sich eine rege Diskussion. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen einzubringen, kritisch nachzufragen und mit dem Experten ins Gespräch zu kommen. Frederik Möller griff die Fragen offen und verständlich auf und trug damit entscheidend zur lebendigen Atmosphäre des Abends bei.

Der Dialog ging nach dem Vortrag weiter

Nach rund zwei Stunden ging die Veranstaltung in einen gemeinsamen Empfang über. Doch statt sich unmittelbar auf den Heimweg zu machen, nutzten viele Gäste die Gelegenheit, ihre Gespräche fortzusetzen, Gedanken auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Für den Verein war der Abend deshalb weit mehr als eine gut besuchte Vortragsveranstaltung. Er war ein sichtbares Zeichen dafür, dass in Werne großes Interesse an einem offenen, sachlichen und zugleich persönlichen Austausch über Zukunftsfragen besteht. „Ich bin heute nicht nur mit neuen Informationen nach Hause gegangen, sondern vor allem mit neuen Fragen und Gedanken. Genau solche Veranstaltungen braucht Werne“, so ein Besucher.

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