Fehlalarm und nicht reagierender Anwohner fordern die Feuerwehr

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Werne. Einen unruhigen Nachmittag hatte die Freiwillige Feuerwehr am heutigen Samstag. Eine ausgelöste Brandmeldeanlage (BMA) sowie ein Anwohner der Stockumer Straße hielten die Blauröcke in Atem.

Der Löschzug 1 Stadtmitte wurde zu einem Einkaufskomplex in die Klöcknerstraße in Werne alarmiert. Bereits auf der Anfahrt teilte die Leitstelle mit, das die Anlage jeweils wieder zurückgesetzt wurde und jedesmal wieder ausgelöst hatte. Diese deutet darauf hin, das jemand an der eigentlichen Brandmeldeanlage versucht hat, diesen Alarm zu quittieren. Vor Ort wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, das es sich um einen Fehlalarm bzw. technischen Defekt eines Handdruckknopfmelders handeln würde.

Der Auslösebereich der BMA wurde von einem Trupp unter Atemschutz begangen und kontrolliert. Es konnte kein Feuer festgestellt werden. Es wurde versucht den Handmelder zu „reseten“, da dieser immer wieder die Übertragungseinheit zur Leitstelle in Unna auslöste. Da kein Techniker vor Ort war, um dies zu unterbinden, wurde die Anlage außer Betrieb genommen und den Marktleiter auf diese daraus folgenden Konsequenzen hingewiesen. Die Anlagewurde an den Betreiber übergeben. Im Einsatz waren zwölf Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen.

Wenig später war der Löschzug 1 Stadtmitte erneut unterwegs – mit dem Einsatzstichwort „TH_TÜR – hilflose Person hinter Tür“ zur Stockumer Straße in Werne alarmiert. Besorgte Nachbarn haben die Rettungskräfte verständigt. Der Anwohner hatte alle Fensterrolladen verschlossen und reagierte nicht auf klopfen, klingeln oder rufen. Da die Wohnungstüre massiv gesicht war und parallel mehrere Maßnahmen liefen, wurde sich entschieden diese erstmal nicht gewaltsam zu öffnen.

Eine Befragung der Nachbarn ergab, das ein Wohnungsschlüssel kurzfristig auf dem Weg zu Wohnung sei. Desweiteren stellte die Drehleiter die sogenannte Anleiterbereitschaft sicher. Ziel war es zu erkunden und ggf. über den Balkon sich einen Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Ein Trupp konnte dann Kontakt zum Wohnungsinhaber über den Balkon aufnehmen und ihn dazu bewegen die Wohnungstüre von innen zu öffnen. Die Stockumer Straße war für die Rettungsarbeiten für rund 30 Minuten voll gesperrt. Die Einsatzstelle konnte nach Öffnung der Tür an den Rettungsdienst bzw. die gerufene Polizei übergegebn werden. Im Einsatz waren 16 freiwillige Kräfte mit drei Fahrzeugen, sowie der Rettungsdienst, Notarzt aus Werne und die Polizei.

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