Sonntag, März 15, 2026

Premiere: Kapuziner-Kloster in Werne bekommt ein eigenes Bier

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Werne. Klosterbier ist für viele Menschen ein beliebtes Mitbringsel aus dem Urlaub. In Werne gibt es Bier, das in Klosterbrauereien gebraut wird, bisher nur als Import. Das wollen zwei Schüler vom Gymnasium St. Christophorus nun ändern.

Julian Schnitger und Mats Berlimann haben vor über einem Jahr im Chemieunterricht darüber gesprochen, wie Bier hergestellt wird. Wenig später erfuhren die beiden Gymnasiasten, dass die Heizunganlage des Klosters defekt ist und die Einrichtung Spenden benötigt. „Das war quasi die Initialzündung für uns“, sagt der 16-jährige Mats Berlimann, denn vom Verkauf des Biers soll künftig das Kloster profitieren.  

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Nachdem in der Schule über die Produktion von Gerstensaft gesprochen wurde, erweiterten die beiden Freunde ihr Wissen im Internet mit verschiedenen Tutorials. „Da gibt es sogar Braukurse. Gern hätten wir auch an einer Führung durch eine Brauerei teilgenommen, doch die gab es wegen der Pandemie nicht“, so der 17-jährige Julian Schnitger.

Nach einem Gespräch mit Pater Romuald Hülsken, der dem Duo grünes Licht für das Vorhaben gab, wurde es ernst. Zuerst schafften die beiden die nötigen Utensilien wie Braukessel, Gärfass und Zutaten wie Hopfen und Hefe an. „Weil wir noch Schüler sind, kam das Ganze nur sehr langsam voran“, gesteht Julian Schnitger.

Julian Schnitger (rechts) und Mats Berlimann haben vor über einem Jahr im Chemieunterricht darüber gesprochen, wie Bier hergestellt wird. Jetzt produziert das Duo das erste Klosterbräu in Werne. Foto: Volkmer

Derzeit wird noch in der Garage des 17-Jährigen gebraut. In Kürze soll der Umzug in einen Kellerraum des Klosters erfolgen, damit das Produkt dann ganz authentisch produziert wird. Derzeit liegt die maximale Produktionsmenge bei lediglich 50 Litern, eine Steigerung und mehr Gärtanks sind nach dem Umzug vorgesehen.

Derzeit experimentiert das Duo noch an verschiedenen Bieren. Gerade reift das erste Weizenbier. Ein Pilsener gab es auch schon, da sollen aber Änderungen an der Rezeptur vorgenommen werden, denn geschmacklich habe dies noch nicht überzeugt, sagen die beiden Junior-Bierbrauer. Zur Weltpremiere und der Vorstellung ihres Unternehmens beim Genussfrühling am vergangenen Wochenende kredenzte das Duo ein Schwarzbier. Das war allerdings innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, sodass dann ein ähnlichen Produkt angeboten wurde.

Finanziell unterstützt wird die Startphase des Projekts von Julians Vater Ingo Schnitger, der bekanntlich das Corona-Schnelltestzentrum auf dem Solebad-Parkplatz installiert hat. „Er sieht darin Potenzial“, sagt Julian. Wenn alles wie geplant weiter läuft, soll es im Sommer Kostproben aller Sorten geben, um möglichst viele Geschmäcker mit dem Produkten zu erreichen. „Unser Ziel ist es, dass es das Klosterbräu spätestens zum Oktoberfest im Kloster geben wird“, hofft Mats Berlimann.

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