Werne. Beim Ausflug des Heimatvereins nach Bork stand die alte Synagoge im Mittelpunkt. Aber zuerst besuchte die Gruppe die Hasseler Kapelle, die vom Cappenberger Probst Johannes von Ketteler auf dem Hilgenknapp 1725 errichtet worden ist.
Der Vorsitzende des Heimatvereins Bork, Bernd Schomaker, begrüßte die Gäste und erläuterte die Geschichte der Kapelle, die in früheren Zeiten auch eine kleine Wallfahrtskirche gewesen ist. Davon zeugen viele Votivgaben, die an dies Zeit erinnern.
Ein Spaziergang, auf dem weiter erzählt und geklönt wurde, brachte die Besucher zur alten Synagoge in die Ortsmitte. Hier erklärte der Archivar des Borker Heimatvereins, Fredy Niklowitz, in einem fundierten Vortrag die Geschichte der Juden und ihres Gotteshauses. Dabei wurde klar, warum diese Synagoge als eine der ganz wenigen in weitem Umkreis, die Nazizeit überstanden hat. Anfang der 1990er Jahre wurde sie liebevoll restauriert und zu einem städtischen Kleinod, welche auch heute regelmäßig kulturell genutzt wird.
Die dritte Station für die mehr als 20 Teilnehmenden aus Werne war das Bansenhaus im Stephanuspark. Diese alte Getreidescheune hat eine Initiative von Borker Bürgern vor dem Abriss bewahrt. Statt auf lange und sehr aufwändige Antragsverfahren zur Renovierung mit Denkmalmitteln zu setzen, hat die Initiative die Ärmel hochgekrempelt, Spendenaufrufe getätigt und Material in Eigenhilfe besorgt.
Mit rund 40.000 Euro und ganz vielen Helferstunden wird das Bansenhaus in diesem Sommer fertig und eingeweiht. Dann wird es der Bevölkerung als kleine Ausstellungsräumlichkeit und Begegnungsstätte im Park zur Verfügung stehen.
Zum Abschluss wurden die Gäste ins Gasthaus Dörlemann eingeladen. Barbara Schaewitz, Vorsitzende des Heimatvereins Werne, bedankte sich für den großartigen Nachmittag und lud zum Ausgleich zu einem Gegenbesuch ein.





















