Hitziges „Bruderduell“: Eintracht unterliegt TSC Hamm unglücklich

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Werne. Eintracht Werne und TSC Hamm. Sie kennen sich, sie schätzen sich (meistens) und liefern sich stets hart umkämpfte Duelle. So auch diesmal. Das glücklichere Ende hatten die Gäste beim 1:2 (0:0) im Sportzentrum Dahl.

„Wir kriechen auf dem Zahnfleisch. Daher bin ich richtig stolz auf meine Mannschaft. Sie hat alles gegeben. Das nötige Quäntchen Glück hatte diesmal der TSC“, resümierte Eintracht Coach Aykut Kocabas. Die Liste der Spieler, die er ersetzen musste, war lang. „Ja, sieben haben gefehlt“, so der Trainer zur Personalsituation. Aus den Alten Herren half Marco Küster aus, Kaan Bulut und Fabian Schäfer aus der A-Jugend.

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Zu Beginn setzte die Eintracht gleich einige Ausrufezeichen, wie den Freistoß sowie den Schuss von Enes Akyüz (5./12.) oder die Riesenchance von Samet Sahin (18.), der am gegnerischen Keeper scheiterte. Auf der Gegenseite parierte Wernes Torwart Goeke gegen den einschussbereiten TSC-Stürmer.

Im Mittelpunkt der ersten halben Stunde stand aber Schiedsrichter-Routinier Jürgen Woköck (SuS Lünern), der mit viel Fingerspitzengefühl und immer korrekten Entscheidungen das Spiel nach und nach beruhigte. Zuvor hatten die Gäste bei jedem Pfiff vehement protestiert. Das ging so weit, dass Eintracht-Kapitän Enes Akyüz seinen Onkel Erdal, gleichzeitig Trainer der Gäste, aufforderte, selbst die Pfeife in den Mund zu nehmen. Dazu kam es aber nicht, die Gemüter kochten wieder herunter.

Der erfahrene Schiedsrichter Jürgen Woköck hatte alle Hände voll zu tun. Foto: Wagner

Bis zur Halbzeitpause passierte nicht mehr viel. Saadouni und Sahin blieben mit ihren Schüssen erfolglos. Glück hatte Küster, der nach einem Foul „dunkelgelb“ (Jürgen Woköck) sah.

In Durchgang zwei tauchte TSC-Mittelstürmer Samih Baskan plötzlich frei im Strafraum auf und vollendete die Flanke von rechts zur überraschenden Führung (49.). Nun ging es hin und her. Enes Akyüz scheiterte abermals mit einem Freistoß, im Gegenzug vergab Hamm den zweiten Treffer. Dann jubelte doch die Eintracht. Im Anschluss an einen Freistoß nutzte Serkan Adas das Gewühl im Strafraum und schoss zum umjubelten Ausgleich ein (71.).

Die Freude währte nicht lange, den nach der schönsten Kombination der Gäste schloss wieder Baskan überlegt mit einem Schuss ins rechte untere Ecke ab (75.). „Den siehst du die ganze Zeit nicht, aber er macht die Tore“, schüttelte Wernes Co-Trainer Mario Martinovic kurz vor seiner Einwechslung mit dem Kopf. In der Nachspielzeit verpasste eben Martinovic das 2:2 nur ganz knapp. Dann war Schluss.

Enes Akyüz (rechts) hatte gegen den Klub seines Onkels kein Schussglück. Foto: Wagner

Als der 72 Jahre alte Schiedsrichter Woköck, der mehr als zehn Gelbe Karten zücken musste, nach souveräner Leistung schon den Platz verlassen hatte, wurde es noch mal hitzig. Eintracht-Torschütze Adas, früher in Diensten der Hammer Kicker, und TSC-Coach Erdal Akyüz lieferten sich ein unschönes Wortgefecht. Besonnene Werner Verantwortliche konnten eine körperliche Auseinandersetzung aber verhindern.

Meistens einen Schritt zu spät kamen die Offensivekräfte der Eintracht in der ersten Halbzeit. Foto: Wagner

„Wir hatten in zehn Tagen vier Spiele und haben davon drei gewonnen und eines unglücklich verloren. Ich bin natürlich etwas enttäuscht so unmittelbar nach dem Abpfiff, aber meine Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft“, so Aykut Kocabas. Die Eintracht darf ihre Wunden jetzt erst einmal lecken. In der Liga geht es am Sonntag (24. April) mit dem Heimspiel gegen den VfL Mark weiter.

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