Unterbringung Geflüchtete – Werne ist aktuell gut aufgestellt

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Werne. In den Wochen und Monaten nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine haben auch in Werne viele Geflüchtete eine Unterkunft gesucht und gefunden.

Im Ausschuss für Soziales, öffentliche Ordnung, Integration und Inklusion gab Dezernentin Kordula Mertens am Dienstag 31. Mai 2022, einen Überblick.

Laut aktuellem Stand werden 220 Ukrainer/innen in privaten Wohnungen oder städtischen Unterkünften beherbergt. Mit 148 von ihnen sei der überwiegende Teil in privaten Räumlichkeiten von Gastfamilien untergebracht, hob Mertens die große Hilfsbereitschaft in Werne hervor.

Weil einige Privatunterkünfte aber nur zeitlich begrenzt verfügbar seien, wechselten einige Geflüchtete wiederum in städtische Unterkünfte. Die große Mehrheit der privaten Gastgeber beherberge die Gäste aber nach wie vor, schilderte die Dezernentin.

Von den 220 registrierten ukrainischen Geflüchteten, die derzeit in Werne leben, sind 95 Kinder und Jugendliche und 27 erwachsene Männer. Um die Zuweisungsquote zu erfüllen müsse die Stadt Werne zudem noch mindestens 58 Ankommende unterbringen, hieß es.

Die Verwaltung ist daher dabei, sich auf dem Wohnungsmarkt umzuschauen, um mit Anmietungen die Aufnahmekapazitäten zu erweitern. Es seien auch schon Wohnungen angeboten worden, berichtete Mertens.

Wie schon 2015 könne man zudem erneut auf die Räume des ehemaligen Internats am St.-Christophorus-Gymnasium zurückgreifen. Demnach seien die Vorbereitungen für die Unterbringung von Geflüchteten auch schon soweit gediehen, dass man mit der Belegung beginnen könne. In der früheren Wienbredeschule, in der sich auf einer Etage Büros der Verwaltung befinden, gebe es darüber hinaus leerstehende Räume. Auch Küche und Aufenthaltsraum könnten hier genutzt werden werden.

Für die Aufnahme der ukrainischen Geflüchteten wurden der Stadt Werne nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz eine erste Überweisung des Bundes in Höhe von 252.833,19 Euro angekündigt, der Bescheid liege aber noch nicht vor, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Neben den Geflüchteten aus der Ukraine leben 190 Asylbewerber mit 33 verschiedenen Nationalitäten in den städtischen Einrichtungen (9 Gebäude/Wohnungen). Zudem hat die Stadt Werne 16 afghanische Ortskräfte aufgenommen, die ihre Heimat verlassen mussten.

In einem neu gegründeten Arbeitskreis im Rathaus sind zudem alle Gruppen, Vereine und Institutionen wie Kirchen, Flüchtlingshilfe und Akuthilfe vertreten. „Damit wir voneinander wissen“, sagte Mertens. „Uns ist wichtig, alle gleich zu behandeln, darauf achten wir sehr“, betonte die Dezernentin mit Blick auf die Geflüchtete und Asylsuchende aus verschiedenen Nationen.

Unterkünfte für Geflüchtete: „Wir sind auf Worst-Case-Szenario vorbereitet“

Im Ausschuss für den Kommunalbetrieb Werne (KBW) ergänzte am Donnerstagabend Leiter Frank Adamietz: „Wir sehen die vorgehaltenen Kapazitäten an Unterkünften als ausreichend an, müssen aber die Entwicklung weiter abwarten.“

Man sei auf ein Worst-Case-Szenario vorbereitet, wenn man auch die derzeit rund 150 in privaten Haushalten untergebrachten Menschen mit städtischem Wohnraum versorgen müsste. „Wir haben noch einen Puffer“, so Adamietz weiter.

Neben dem alten Internatsgebäude am Gymnasium St. Christophorus und der Wienbredeschule könnte im Notfall auch die ehemalige Barbaraschule als Notunterkunft fungieren.

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