Neue Bäume für die Stadt Werne: 191 Nachpflanzungen geplant

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Werne. Straßenbäume spenden kühlen Schatten, liefern Sauerstoff und prägen die Gestalt vieler Straßen und Plätze in der Stadt. Ihre Zahl in der Innenstadt zu steigern, ist erklärtes Ziel des Klimaschutzkonzeptes.

Weil aber in der Vergangenheit viele Exemplare zumeist wegen ihres schlechten Zustands der Säge zum Opfer fallen mussten, summieren sich allein die notwendigen Nachpflanzungen aktuell auf 191 Bäume.

Im Ausschuss für Umweltschutz, Mobilität und Klimaschutz hatten die Lücken im Baumbestand wiederholt zu hartnäckigen Nachfragen der Politik und zur Forderung nach einem Pflanzkonzept geführt. In der jüngsten Sitzung des Gremiums stellte Adrian Kersting, Leiter Straßen und Verkehr, nun das „Straßenbaumkonzept Werne 2030“. Es soll in Zukunft als strategische Handreichung dafür dienen, den Baumbestand an Wernes Straßen nicht nur in gutem Zustand zu erhalten, sondern auch zu erweitern. Schon im Herbst 2022 will man in einem ersten Aufschlag bis zu 96 neue Klimahelfer nach Möglichkeit an die verwaisten Vorgängerstandorte setzen.

Dies sei aber nicht immer machbar, erläuterte Kersting im Ausschuss. Manche Baumarten seien beispielsweise anfällig für einen Krankheitsbefall. Nicht immer reiche zudem der Raum aus, um einen Straßenbaum genügend Halt und Platz für sein Wurzelwerk zu bieten. Das gelte auch, wenn vorhandene große Bäume den Ersatzbaum zu sehr beschatten würden oder die Natur bereits selbst für Nachwuchs gesorgt habe, hieß es. Müssten Versorgungsleitungen für eine Nachpflanzung mit erheblichen Aufwand verlegt werden, wolle man dieser Stelle darauf verzichten.

Die 191 gefällten Straßenbäume, 100 waren es im Innen- und 91 im Außenbereich, sollen eins zu eins ersetzt werden. Im Innenstadtbereich sollen zudem 65 der 100 Standorte für die Neupflanzungen verbessert werden, bei 35 kann man ohne Verbesserung an Ort und Stelle nachpflanzen (Außenbereich: 30 Neupflanzungen mit Standort-Upgrade, 61 ohne). Man müsse auch an eine Bewässerungssystem denken, hieß es seitens der CDU. „Die Anregung nehmen wir gerne auf“, antwortete Kersting. Zudem gebe es eine Anwachs-Garantie der Firma, ergänzte er.

Neben dem Baumersatz spielen viele anderen Aspekte für die Pläne einer soliden grünen Infrastruktur eine Rolle: Klimaschutz, Ökologie, Sanierung von Schäden, Zukunftsbäume, Baumalter, Pflege, Krankheiten, Schulungen, Dokumentation und vieles mehr.

Für die 96 Neupflanzungen im Herbst kalkuliert die Verwaltung rund 58.000 Euro ein. Dies wolle man umsetzen, müssen aber auch die Haushaltslage im Blick behalten, so Adrian Kersting.

Dass Geld sei doch in den vergangenen Jahren eingespart worden, ließ Adelheid Hauschopp-Francke (SPD) in der fraktionsübergreifenden Forderung nach gesundem Baumgrün in der Stadt allerdings nicht locker.

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