SSV-Chef geht in sein letztes Jahr – Hallen-Problematik weiter im Blick

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Werne. Corona hat die Anzahl der Vereinsangehörigen im Stadtsportverband (SSV) drastisch schrumpfen lassen, doch man sei wieder im Aufwind, so Jürgen Zielonka, der nach der Mitgliederversammlung am vergangenen Montag (20.06.2022) in sein 26. und letztes Jahr als Vorsitzender geht.

Der SSV habe sich nach zwei schwierigen Jahren stabilisiert, die Zahlen gehen wieder nach oben. Die 25 angeschlossenen Vereine mit gut 7.500 Mitglieder spüren die Rückkehr zur Normalität und damit auch wieder einen Zuwachs. „Wir müssen unsere alten Kennzahlen wieder erreichen“, sagte Jürgen Zielonka mit den verloren gegangenen 400 Mitgliedern im Hinterkopf.

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Erneut rückte in der Versammlung vor allem die Sporthallensituation in den Mittelpunkt. Über 15 Halleneinheiten sowie vier Mehrzweckräume verfüge man. Vor allem die Gegebenheiten im Fürstenhof-Turm ließen zu wünschen übrig, so seit Jahren die einhellige Meinung im Stadtsportverband.

Um Forderungen der Politik nachzukommen, plant der Vorstand eine Befragung der Vereine, um herauszufinden, wie viele Indoor-Kapazitäten der Sport in Werne tatsächlich benötigt. „2018 hatten wir 265 aktive Sportgruppen. Wie viele sind es heute? Wir benötigen die Anzahl der Angebote, der Nutzungszeiten“, warb Zielonka um Unterstützung, die ihm die anwesenden Vereinsvertreter einstimmig zusagten: „Wir brauchen die Zahlen für die politische Diskussion.“

Dr. Michael Gilbert (TV Werne Judo) regte an, auch die Eigenleistungen der Vereine mit in die Umfrage einfließen zu lassen. „Wir haben unsere Judomatte über Sponsoren finanziert und so der Stadt Werne 10.000 Euro gespart“, sagt der Judoka-Chef.

Zu Gast war der neue Sportdezernent Frank Gründken, der mitteilte, dass derzeit Machbarkeitsstudien für einen Hallenneubau im Umfeld der Wiehagenschule laufen.

Sportmeile: Angebote und Bühnenprogramm stehen

Mit der Präsentation von 23 Vereinen an 37 Standorten bei der Sportmeile (20. August, 10 bis 14 Uhr) erhofft sich der SSV einen weiteren Schub. Das Bühnenprogramm stehe, so Geschäftsführer Markus Schnatmann. Gespräche mit Stadt und Kirche zur Nutzung der Plätze und Straßen seien positiv verlaufen. Unterstützung erhoffe man sich auch von der Kaufmannschaft der Innenstadt, da die Aktionen direkt vor den Geschäften stattfinden.

Für Zielonka ist 2023 definitiv Schluss

„Auch wenn es keinen Nachfolger gibt, werde ich aufhören“, kündigte Jürgen Zielonka an. Er führt den Verband seit 1997 und geht nun in sein letztes Amtsjahr. Er appellierte an die Anwesenden, einen neuen Vorsitzenden aus ihren Reihen zu finden.

Bereits am Montag nahm Rosi Overtheil nach vielen Jahren Tätigkeit als Beisitzerin Abschied. Ihr Amt übernimmt Beate Schmidt (Werne SC). Wiederwahl hieß es bei Mathias Reimann (2. Vorsitzender) und Markus Schnatmann (Geschäftsführer). Neuer Kassenprüfer neben Norbert Lutterbeck (SV Stockum Kanuabteilung) ist Axel Brocke (TTC Werne).

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