Samstag, Mai 2, 2026

Bitter für den WSC: Gegentor in der Nachspielzeit kostet zwei Punkte

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Werne. Zwei Elfmeter, zwei Rote Karten und jede Menge Diskussionen um die Schiedsrichterentscheidungen – die Wellen der Emotionen schlugen hoch im Sportzentrum Lindert.

Wie schon vor zwei Wochen, als der Werner SC in der Nachspielzeit gegen Spitzenreiter SG Bockum-Hövel einen Treffer kassierte und damals 1:2 unterlag, war auch im Heimspiel gegen Aufsteiger FC Epe die 90. Spielminute längst vorbei, als der Gast durch einen Foulelfmeter zum 2:2-Ausgleich kam und den Wernern in letzter Minute zwei wichtige Punkte entriss.

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Mit Volldampf war der Werner SC in die Partie gestartet. Die rund 200 Zuschauer hatten sich gerade auf ihren Stehplätzen eingefunden, da köpfte Serhad Gün eine Durkalic-Flanke völlig unbedrängt über den Querbalken des Eper Gehäuses. Drei Minuten später lief Colin Lachowicz allein auf das Gästetor zu und setzte den Ball überhastet neben den Kasten.

Neun Punkte holte das Team von Trainer Lars Müller aus den letzten vier Spielen. Mit gestärktem Selbstbewusstsein gingen die WSC-Spieler in die Zweikämpfe und erspielten sich weitere Tormöglichkeiten durch Gün und Durkalic. Serhad Gün war es dann, der schnell reagierte, als die Gäste den Ball im Seitenaus vermuteten, über links auf das gegnerische Tor zulief und den Führungstreffer erzielte. Doch die Freude währte nicht lange, denn bereits zwei Minuten später fiel der Ausgleich. Eine Flanke von rechts fast parallel zur Torauslinie köpfte ein Eper Angreifer ins Netz.

Der eingewechselte Jannik Prinz sollte für Entlastung der WSC-Abwehr sorgen. In dieser Szene holt er sich den Ball aus der eigenen Hälfte.  Foto: MSW

In der 34. Minute sah dann Amer Masic die Rote Karte, nachdem er seinen Gegenspieler im Fünfmeterraum umriss und damit als letzter Mann eine klare Torchance verhinderte. Den fälligen Strafstoß hielt WSC-Torwart Manuel Linke. Um die Abwehr zu stärken kam zur Halbzeit Marvin Stöver. Mit nur zehn Mann setzte der WSC auf Konter und kam zu weiteren guten Möglichkeiten. Eine davon nutzte Gün zur erneuten Führung.

„Wir haben das gut gespielt und hatten heute locker drei Punkte verdient“, erklärte ein frustrierter Coach Lars Müller nach dem Spiel mit den turbulenten Schlussminuten. „Sogar in Unterzahl haben wir nichts zugelassen und selbst gute Konterchancen gehabt.“ Allerdings habe man kein Glück mit dem Schiedsrichter gehabt, so Müller.

Mit nun zwölf Punkten rutscht der Werner SC wieder ans Tabellenende der Landesliga. Der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz beträgt aktuell fünf Punkte. Am nächsten Spieltag (27. November) muss der Werner SC beim BSV Roxel antreten.

WSC: Linke – Martinovic, Poggenpohl (65. Abdinghoff, 85. Schwerbrock), Holtmann, Masic, Heidicker (46. Stöver), Becker (72. Sönmez), C. Lachowicz, Saado, Gün (78. Prinz), Durkalic (64. Abdinghoff)

Tore: 1:0 Gün (26.), 1:1 (28.), 2:1 Gün (55.), 2:2 Büning (90.+3, Foulelfmeter)

Bes. Vork.: Linke hält Foulelfmeter (34.)

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