Kreis Unna will 2023 zwei weitere Superblitzer anmieten

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Kreis Unna. Es gebe zwar viele Leute, die auf den Superblitzer schimpfen würden, ebenso viele freuen sich aber auch über dessen Einsatz, erklärt der stellvertretende Kreis-Pressesprecher Max Rolke. Der Kreis hat jüngst das erste Jahr mit dem geliehenen Blitzanhänger Revue passieren lassen.

„Viele Menschen rufen an, um neue Standorte vorzuschlagen, die sich nicht selten vor der eigenen Haustür befinden“, so Max Rolke weiter. Diese Wunschlisten lassen sich aber nicht immer umsetzen. „Wir benötigen als Behörde für unsere Messstellen immer einen Messgrund. Das ist ein Unterschied zur Polizei, die sich aussuchen darf, wo gemessen wird“, erklärt der Leiter der Bußgeldstelle, Christian Bornemann.

Ergänzend zur Kontrolltätigkeit der Polizei führt der Kreis Unna regelmäßig Tempokontrollen an ausgesuchten Gefahrenstellen durch, von denen es rund 500 im Kreisgebiet gibt. Das sind Unfallhäufungsstellen und Streckenabschnitte, auf denen eine erhöhte Un­fallgefahr angenommen werden muss.

Davon ist laut Kreis dann auszugehen, wenn sich in unmittelbarer Nähe Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altenheime befinden. Auch in unmittelbarer Nähe von Baustellen darf der Trailer stehen, wenn dort überdurchschnittlich häufig Tempo-Verstöße festgestellt werden.

Auf Platz 5 bei der Anzahl der gemessenen Fahrzeuge hat es die Station am Südring in Werne geschafft. Hier wurden 697 Fahrzeuge gemessen, von denen 688 verwertbar gewesen sind. Foto: Volkmer

„Wir gucken nicht danach, wo gerade die effektivste Messstelle ist, sondern versuchen vielmehr, das einigermaßen gleichmäßig zu verteilen“, so Christoph Funke, Fachbereichsleiter Straßenverkehr. Das belegt ein Blick auf die bisherigen 49 Einsätze. In Unna kam der Panzerblitzer sieben Mal zum Einsatz; sechs Mal wurde der Anhänger in Fröndenberg, Kamen und Holzwickede positioniert. In Schwerte, Selm, Werne und Bergkamen gab es bisher fünf Einsätze. Vier Stopps hatte der Anhänger in Bönen.

Schnellster Raser wurde in Bönen erwischt

In der kleinen Gemeinde erwischte das Gerät den mit Abstand schnellsten Raser. Dieser war im Juli an der Bönener Schulstraße mit 70 Stundenkilometern zu viel bei erlaubten 50 km/h unterwegs. Für das Foto bei 120 km/h gab es zwei Punkte in Flensburg, zwei Monate Fahrverbot und ein Bußgeld von 600 Euro.

Der Tag, an dem besonders gern im Kreisgebiet zu schnell gefahren wird, ist der Statistik nach der Mittwoch mit einem Anteil von über 18 Prozent. Die wenigsten erfassten Überschreitungen gab es zum Wochenstart. Montags waren nur knapp fünf Prozent der Fahrenden zu schnell unterwegs.

Ausblick auf das nächste Jahr

Im kommenden Jahr könnten die Einnahmen durch den Superblitzer noch einmal deutlich steigen, denn die Anmietung von zwei weiteren Geräten ist angedacht, wenn es vom Haushalt bald grünes Licht gibt. Dafür wird dann auch mehr Personal benötigt, einmal zur Aufstellung der Trailer und dazu für das weiter erhöhte Aufkommen in der Bußgeldstelle.

Christian Bornemann und Christoph Funke hoffen, dass innerhalb des ersten Quartals die Ausschreibung gestartet werden kann und ab Mitte des Jahres die beiden weiteren Enforcement-Trailer den bisherigen Superblitzer ergänzen, dessen Mietvertrag bereits verlängert wurde.

Mit dann drei Superblitzern sollen Verkehrsteilnehmende motiviert werden, die jeweils zulässigen Höchstgeschwindigkeiten an Gefahrenstellen einzuhalten und dazu beitragen, dass das Geschwindigkeitsniveau generell gesenkt wird.

Lesen Sie hier den ersten Teil der Berichterstattung zum Superblitzer.

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