Wohnungsbau contra Baumerhalt: Diskussionen im Umwelt-Ausschuss

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Werne. Die zehn neu gepflanzten Bäume am Brinkhof gehören nicht in das Programm, in dessen Rahmen im Herbst 164 Bäume gesetzt wurden. Sie sollen Lücken im Baumbestand schließen und um im Sinne des Klimaschutzes für mehr Baumgrün in der Stadt sorgen. Vielmehr handele es hierbei um den Ersatz für zwei große alte Bäume, die dem Bau von Wohnungen weichen mussten, erläuterte Planungsdezernent Ralf Bülte im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz (UMK).

„Zehn für zwei“, lautete demnach die Ersatzquote für das Fällen der großen Bäume. Deren Erhalt hatte man eigens in die Baugenehmigung geschrieben, zeigte sich Bülte für die Verwaltung „nicht glücklich“ mit dem Ausgang. „Aber wie damit umgehen?“, fragte er angesichts mangelnder Sanktionsmöglichkeiten. Das Thema sei nicht einfach, Werne habe keine Baumschutzsatzung aber gleichwohl das Ziel, wertvolle Bäume zu erhalten.

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„Das muss man sichern, ansonsten passiert nicht“, forderte UMK-Vorsitzender Maximilian Falkenberg (Bündnis 90/Die Grünen) und erhielt Unterstützung von Ulrich Höltmann (SPD). Das sei ja praktisch Goodwill, meinte er mit Blick auf die Investoren und wies in diesem Zusammenhang auf den geplanten Neubau eines Edeka-Marktes am Bahnhof hin. Dort könne man den Baumerhalt im Bebauungsplan festschreiben, so Bülte.

„Ich bin es leid, dass wir von Investoren belogen werden“, ärgerte sich Grünen-Ratsherr Klaus Schlüter und erinnerte an die Fällung einer großen Trauerweide auf dem ehemaligen Zinke-Gelände an der Burgstraße. „Trauerweide – Trauerspiel“, um die CO2-Aufnahme des Baumes zu kompensieren, müssten es statt zehn leicht 100 neue Bäume sein, argumentierte er.

Ferdinand Schulze Froning (CDU) hielt dagegen. Man könne nicht die ganze Landwirtschaft zu pflanzen und müsse den Alterungszyklus der Bäume beachten, ansonsten würde man überkompensieren, gab er zu bedenken. „Bäume machen das Stadtklima erträglich“ und „wir wollen Bäume in der Stadt“, entgegneten Schlüter und Höltmann. „Ich gebe Ihnen ja Recht“, antwortete der Christdemokrat, forderte aber erneut Augenmaß ein.

Gibt es schon eine Plan für weitere Baumpflanzungen im nächsten Jahr, lautete schließlich die Frage aus dem Ausschuss. Da müsse man die Haushaltsberatungen abwarten, antwortete Adrian Kersting für die Verwaltung.

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