Weniger Arbeitslose, knappe Gewerbeflächen

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Werne. Mit seiner Jahresbilanz und dem Ausblick auf 2023 lieferte Matthias Stiller, Geschäftsführerder Wirtschaftsförderung, jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung einen Überblick über den wirtschaftlichen Status quo der Lippestadt.

Die Arbeitslosenquote ist vergleichsweise niedrig, die Zahl der Beschäftigten geht konsequent nach oben und bei den Gewerbesteuern gab es, wenn auch keinen Spitzenwert, so doch ein ordentliches Ergebnis. Rührig ist das Team der Wirtschaftsförderung (nicht nur) in Sachen Berufsförderung und Unternehmenskontakten.

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Mit einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent (874) steht die Stadt Werne verglichen mit dem Kreis Unna (6,8 Prozent) und dem Land NRW (7 Prozent) im Jahr 2022 recht gut da. Nach einem Tiefstand von 4,7 Prozent im Jahr 2019 pendelte sich der Wert danach bei 5,4 und 5,5 Prozent ein. Auch bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten weisen die Zahlen von 8.628 in 2011 11.855 in 2022 klar nach oben. Auf 37,4 Prozent belief sich der Anstieg insgesamt.

Bei den Gewerbesteuern zeichnete sich ein wechselhaftes Bild ab. 2017 und 2019 wurden mit rund 25,15 und 28,15 Millionen Euro Spitzenwerte erzielt. 2021 ging es mit 20,15 Millionen Euro etwas nach unten. Das Ist-Aufkommen der Gewerbesteuer je Einwohner in 2021 bezifferte Matthias Stiller mit 681 Euro in Werne, 535 im Kreis Unna und 745 Euro in NRW (Zahlen gerundet).

Berufszirkel der Wirtschaftsförderung kommen gut an

Auf großes Interesse bei Schülern und Unternehmen stößt der Werner Berufszirkel, der Schule und Wirtschaft im Sinne neu abgeschlossener Ausbildungsverträge verbandeln soll. Wegen Corona stellte die Wirtschaftsförderung 2022 ganz bewusst zwei Termine im April und November, um hier keinen Jahrgang zurücklassen zu müssen.

2022 wurde im Wahrbrink das Logistikzentrum Garbe mit den Mietern Euziel/ Hellmann/ Imperial Logistic/ Chaltec auf einem 295.629 Quadratmetern fertiggestellt. In Sachen Nachhaltigkeit kann sich der Standort mit einer Photovoltaik-Anlage von knapp 12.000 Modulen (derzeit 4.800 kWp, 16.000 kWp sind geplant) mehr als sehen lassen. Zugunsten der Biodiversität wurde zudem die Schneise der ehemaligen Bahngleise in einen Grüngürtel verwandelt.

Mangels verfügbarer Gewerbegrundstücke sank zuletzt die Nachfrage von Unternehmen nach Flächen und Objekten. Mit 40 Unternehmensbesuchen steht die Wirtschaftsförderung in engem Kontakt mit den Firmen.

Das Sofortprogramm Innenstadt hat mit dem Verfügungsfond Anmietungen zur Vermietung von sechs Ladenlokalen in den Branchen Bekleidung, Sportbedarf, Blumen, Dienstleistungen und Gesundheit geführt. Ein Anschlussvertrag wurde auch schon geschlossen, weitere Gespräche laufen.

Nachdem Philipp Cramer die Wirtschaftsförderung zum 1. November 2022 verlassen hatte und zum Kommunalbetrieb wechselte, bilden Matthias Stiller und Daniela Gousetis (Schwerpunkt Schule & Wirtschaft) zusammen mit Neuzugang Justine Antoschak (Schwerpunkt Innenstadtentwicklung, Bestandspflege und 5-Standorteprogramm) das Team.

Als Ausblick auf das Jahr 2023 stehen die Gewerbeflächen (zwei Flächen von 2.000 und 3.000 sind reserviert), die Begleitung von Infrastrukturmaßnahmen in den Gewerbegebieten (Breitband, Straßen) und die enge Begleitung der SCNCWAVE im Zuge des 5-Standorteprogramms auf der Agenda. Gleiches gilt unter anderem für den Beginn der Projektphase des kommunale Wasserstoff-Netzwerks der Metropole Ruhr, der Klimaschutz oder die Unternehmensbefragung ways2work.

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