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Werne. Die erste Mannschaft des Schach-Klubs Werne fuhr zum Verbandsklassenspiel nach Eichlinghofen. Die zweite Mannschaft der Gastgeber gehört zwar auf dem Papier nicht zu den stärksten der Liga, ist aber als Tabellenzweiter trotzdem ein harter Gegner.

Gleichwohl kamen die Werner gut in ihre Partien, nach zwei Stunden standen alle ausgeglichen oder besser. Als Erster beendete Ferdi Schlierkamp am Spitzenbrett die Partie mit einem Kurzremis. Auch Carsten Meya an Brett 3 und Susanne Timpte an Brett 7 spielten nicht sehr lang, beide Spiele endeten ebenfalls Remis.

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Da zu dem Zeitpunkt die Mehrzahl der übrigen Werner Spieler auf Gewinn stand, schien der Mannschaftssieg machbar. So hatte Bernd Scharfenkamp an Brett 6 beispielsweise eine Qualität mehr, d.h. zwei Türme gegen Turm und Springer. Eigentlich eine technisch gewonnene Stellung. Doch Scharfenkamp machte einen schlechten Zug, meinte einen Turm zu verlieren und gab sofort auf. Der SK Werne lag völlig unerwartet plötzlich zurück.

Marcus Gäßner konnte an Brett 4 seinen vielversprechenden Königsangriff schließlich in ein gewonnenes Endspiel abwickeln, worauf der Gegner aufgab und der Mannschaftskampf wieder ausgeglichen war. Andreas Schikowsky an Brett 5 hatte ebenfalls eine starke Angriffsposition erspielt. In beiderseitiger Zeitnot stellte er jedoch einen Turm ein und gab auf.

Somit führte Eichlinghofen zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3.5 : 2.5 und brauchte nur noch einen halben Punkt aus den letzten beiden Partien.

Daher sah sich Michael Schnelting an Brett zwei verpflichtet, seine zwar gute, aber noch nicht gewonnene Stellung forciert auf Sieg zu spielen. Der Versuch schlug fehl, Partie und Mannschaftskampf gingen verloren.

Da es nun um nichts mehr ging, gab Thomas Höselbarth an Brett 8 sein zwar leicht besseres, aber auch schwer zu gewinnendes Turmendspiel Remis. Damit war die bittere und unglückliche Niederlage mit einem Endstand von 5:3 zu Gunsten von Eichlinghofen besiegelt.

Der SK Werne geht als Tabellenletzter in die Weihnachtspause und kann sich nur damit trösten, dass die bisherigen Gegner die vier besten der Liga waren. Nächstes Jahr wird es vielleicht einfacher, so die Hoffnung der heimischen Schachspieler.

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