Kommunale Wärmeplanung: Zeitplan und Warten auf den Förderbescheid

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Werne. Die Entwicklung der Kommunalen Wärmeplanung hin zur Klimaneutralität ist das Großprojekt für Werne in den kommenden Jahren schlechthin. Den Stand der Dinge erläuterte Klimaschutzmanager Dr. Tobias Gehrke in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt. Mobilität und Klimaschutz (28.Februar).

Derzeit wartet man in der Stadtverwaltung nicht nur auf den Förderbescheid, den Werne fristgerecht zum Jahresende 2023 eingereicht hatte, sondern auch auf das Landesgesetz, das auf der Grundlage der Bundesgesetzgebung erarbeitet wird und Mitte 2024 erwartet wird.

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Im Ausschuss stellte Gehrke den Zeitrahmen mit den Phasen und Meilensteinen der Wärmeplanung vor, der noch auf auf einem positiven Förderung beruht. Weil ein Projektbeginn vor Eingang des Bescheids förderschädlich sei, sehe man zuvor von einem Projektstart ab. Sollten die Fördermittel fließen, könne man mit Unterstützung externer Dienstleister schneller zum Ziel kommen, hieß es sinngemäß. Seitens der Verwaltung habe man die Klärung der Förderung deshalb intensiviert, die Definitionsphase des Projektes sei abgeschlossen, schilderte Gehrke.

Das sind die Projektschritte

Den Projektbeginn inklusive einer Informationskampagne für die Bürger/innen datierte der Klimaschutzmanager auf den 1. Juni 2024. Dann werde zunächst allgemein und noch nicht speziell auf Werne bezogen über die Wärmeplanung informiert. Die Bestandsanalyse soll am 1. November 2024 starten. Daten sollen zusammengetragen und eine Datenbank aufgebaut werden. Auch die Quartierseinteilung und die Einteilung von Quartiersgremien soll erfolgen. Vom 1. Juli 2025 steht die jeweils auf die Quartiere bezogene Potenzialanalyse der (Wärmeerzeugung, Effizienzsteigerung, Erneuerbaren-Energien-Potenziale) an. Ab 1. Januar 2026 geht es – ebenfalls quartiersweise – um die Zielszenarien. Vom 1. Oktober 2026 an soll es eine Wärmestrategie geben, die den Bürger/innen in einer Info-Kampagne vermittelt wird.

Information und Bürgerbeteiligung: „Geht nicht schnnell genug“

Andreas Drohmann (Bündnis´90/ Die Grünen) forderte Informationen für die Bürger/innen über die Wärmeplanung ein. „Das dauert mir zu lange“, meinte er, und regte eine Bürgerinformation an, in der das Ziel und der Weg zur der Wärmeplanung dahin dargestellt werde. So nähme man Ängste und die Sinnhaftigkeit werde deutlich.

Christoph Dammermann (FDP) mahnte in der Sitzung erneut eine umfassende Bürgerbeteiligung an. „Ich sehe kaum einen Fortschritt.“ Das gehe nicht schnell genug, kritisierte er. Man müsse mit der Bürgerbeteiligung anfangen, in der Verwaltung Knowhow aufbauen und vorhandenes Bürgerwissen nutzen, bekräftigte er seine wiederholt vorgebrachte Forderung, schon vor dem Eingang des Förderentscheid damit zu beginnen.

Informationen für die Bürger/innen werde man kommunizieren, versicherte der Klimaschutzmanager. Gleichwohl könne man aber nicht alle benötigten Informationen wie etwa die Datenlage der Schornsteinfeger von allen sofort abfragen. Man wolle auch nicht herausgeben, was man womöglich nicht einhalten könne. „Wir wollen auch keine Wärmeplanung von der Stange, sondern sehen, was machbar ist“, riet er dazu, externe Dienstleister hinzuzuziehen, bei den Knowhow und Daten bereits vorhanden seien.

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