„Hilfe für Senegal“ durch AFG-Sponsorenläufe kommt an

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Von Werner Storksberger

Werne/Thiés. Seit fast 15 Jahren laufen die Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums für den guten Zweck. Und ebenso häufig fließt ein gehöriger Teil des Erlöses an Projekte im Senegal.

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Christel Guntermann, ehemalige Sportlehrerin am Anne-Frank-Gymnasium und Initiatorin der Sponsorenläufe, war jetzt wieder im Senegal. Vor Ort unterstützte sie eine Freundin bei der Betreuung in einem Kinderheim. Außerdem informierte sie sich über den Stand der Dinge bei den von ihrer Ex-Schule unterstützten Projekten. „Das Schwitzen hat sich gelohnt“, so ihr Fazit nach dem jüngsten Besuch.

„Kinder für Kinder“ könnte man die Sponsorenläufe des Anne-Frank-Gymnasiums betiteln. Denn fast sämtliche Erlöse der Läufe gingen bisher an Schulprojekte, die vom Verein „Hilfe für Senegal“ aus Lüdinghausen initiiert wurden. So flossen beispielsweise 5.000 Euro aus dem Erlös des jüngsten Laufes, der im September 2022 stattfand, an ein Wasserprojekt an der Grundschule im kleinen Dorf Babak. Damit wurde eine Pumpe finanziert, die das Wasser für die Schule und den Schulgarten aus einem Bohrloch fördert.

Zuvor war in Keur Masamba Gueye der Bau eines neuen Klassenraums unterstützt worden. Diese Schule wird weiterhin vom Lüdinghauser Verein gefördert. 19 Mitglieder von „Hilfe für Senegal“ – darunter auch Christel Guntermann – waren jetzt in Westafrika und installierten beispielsweise eine Photovoltaikanlage auf dem Schuldach. Angesichts weiter steigender Schülerzahlen sollen dort in naher Zukunft zwei weitere Klassen gebaut werden.

Christel Guntermann freut sich, dass durch den Erlös aus dem Sponsorenlauf die Pumpe für die Bewässerung des Grundschulgartens in Babak ermöglicht wurde.
Christel Guntermann freut sich, dass durch den Erlös aus dem Sponsorenlauf die Pumpe für die Bewässerung des Grundschulgartens in Babak ermöglicht wurde.

Zu den Ärmsten der Armen zählen im Senegal die Behinderten. Daher ist Christel Guntermann besonders stolz darauf, dass der Bau der Behindertenschule in Thiés, der zweitgrößten Stadt des Senegal, durch die Sponsorenläufe am Anne-Frank-Gymnasium maßgeblich ermöglicht wurde. Das gilt auch für den Bau der ersten integrativen Realschule des Landes. In dieses Projekt flossen nicht nur Zuschüsse der Werner Schule. Auch die Bundesregierung in Berlin beteiligte sich an den Baukosten.

Die Schule, so wurde jetzt beim Besuch der Gruppe deutlich, nimmt eine Ausnahmestellung in vielerlei Hinsicht ein. Sie wird nicht nur von über 1.000 Kindern besucht. Sie bildet auch eine grüne Oase in der ansonsten staubigen und sandigen Umgebung.

Sportunterricht auf dem (sandigen) Schulhof in  Keur Masamba Gueye. Im Hintergrund die Klasse, die mit dem Zuschuss aus Werne finanziert wurde. Demnächst sollen zwei weitere Klassen gebaut werden.      

Christel Guntermann freut sich nicht nur darüber, das die Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung die verschiedenen Projekte unterstützten. Sie ist auch dankbar dafür, dass der ehemalige Schulleiter Heinz-Joachim Auferoth „immer hinter mir stand“ und auch sein Nachfolger Marcel Damberg das Projekt fortsetzt. Die konkrete Planung der Läufe liegt übrigens in den Händen von Florian Warias sowie Holger Deifuß. Sie selber bleibt den Sponsorenläufen natürlich treu.

Über dem Eingang des Klassenraums weist ein Schild daraufhin, wer den Bau ermöglicht hat.
Über dem Eingang des Klassenraums weist ein Schild daraufhin, wer den Bau ermöglicht hat.

Vor zwei Jahren war die Gründerin dieses Projektes als Ehrengast dabei und freut sich auf die nächste Ausgabe. Und in Zukunft will sie regelmäßig in den Senegal reisen, um anschließend darüber zu berichten, welche positiven  Auswirkungen die Schweißperlen hatten, die im Lindert geflossen sind.

Weitere Infos zu diesem Projekt finden Sie hier.            

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