Corona: Belegungsdruck auf Krankenhäuser im Kreis Unna steigt

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Werne. Die Zunahme der Corona-Infektionen führen in den Krankenhäusern des Kreises Unna inzwischen zu einer „brenzligen“ Lage, berichtete Bürgermeister Lothar Christ am Dienstagabend in der ersten Sitzung des neuen Stadtrates.

Wenige Stunden zuvor hatten er und seine Amtskollegen die Sachlage in einer Telefon-Konferenz des Kreis-Gesundheitsamts und des Landrats erörtert. 1.021 Personen waren demnach im Kreis Unna positiv getestet, 615 davon waren es innerhalb von sieben Tagen. Laut Rechenmodellen des Robert-Koch-Instituts (RKI) müssen in der Regel zehn Prozent der Infizierten, in diesem Fall also 61, stationär und davon wiederum 20 Prozent, also zwölf, intensivmedizinisch behandelt werden, führte Christ aus.

Die Werner Bevölkerung habe in der ersten Welle der Pandemie viel Einsicht und Verantwortung bewiesen. „Wir stehen vor einer neuen großen Herausforderung und sollten uns zum Wohle aller auf die Bedingungen einlassen“, appellierte der Bürgermeister.

Sieben neue Coronafälle für Werne am Mittwoch gemeldet

Nachdem das Kreis-Gesundheitsamt am Dienstag sechs neue Coronafälle für Werne gemeldet hatte, kamen Mittwoch weitere sieben hinzu. Gleichzeitig gelten drei Menschen als wieder genesen. Damit erhöht sich die Zahl der aktuell Infizierten in Werne auf 69.

Am Dienstag ist eine weitere Person im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 82-jährige Frau wohnte zuletzt in einer Senioreneirichtung in Lünen.

Insgesamt sind am Mittwoch im Kreis Unna 144 neue Fälle gemeldet worden. 69 Personen mehr als gestern gelten als wieder genesen. Damit steigt die Zahl der aktuell Infizierten auf 1.414. Die Zahl der in stationärer Behandlung befindlichen Personen wächst auf 84 Patienten an. Der 7-Tages Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner liegt nach eigenen Berechnungen damit bei 250,4. Das teilte die Kreis-Pressestelle mit.

Gedenkveranstaltungen im November abgesagt

Wegen des Corona-Lockdowns werden im November auch die Gedenktage in Werne nicht wie sonst üblich begangen. Das gilt für die Pogromnacht und den Volkstrauertag. Lediglich Kranzniederlegungen sind geplant. An 9. November werden anlässlich der Pogromnacht in der Stadt die Stolpersteine illuminiert.

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