Leidende Kultur: Stadt Werne will neue Wege gehen

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Werne. Abgesagte Veranstaltungen im Kulturprogramm 2019/20 gab es aufgrund der Corona-Pandemie zuhauf. Auch in diesem Jahr fallen viele Formate aus. Um den Kulturschaffenden in Werne eine Extra-Bühne zu geben, wolle man neue Wege gehen. Das war ein Ergebnis der Informationsveranstaltung des Ausschusses für Kultur, Partnerschaften, Stadtmarketing und Brauchtumspflege.

„Mr. President First“ oder das Neujahrskonzert des Jugendsinfonieorchesters (Musikschulkreis Lüdinghausen) sind im Januar schon abgesagt worden, es folgen „Extrawurst“ (8. Februar), das Traumtheater Salomé (16. März) und der Auftritt der Blaskapelle Schwartländer (20. März). Aktuell gehe man davon aus, dass die Veranstaltungen „Udo Jürgens“ (15. April) und „Spatz und Engel“ unter Corona-Bedingungen stattfinden können, so Kathrin Kötter aus dem Kulturdezernat gegenüber WERNEplus.

Außerdem sei es dem Kulturbüro gelungen, abgesagte Veranstaltungen zu verschieben. So soll „Günna unterwegs“ im Frühjahr oder Sommer 2021 in Werne Station machen. Die Kurkonzerte aus 2020 und 2021 sind für den 16. Mai, 20. Juni, 18. Juli und 15. August 2021 neu terminiert. Das Konzert „Musik verbindet“ mit dem Bläsercorps Werne und Six Pipes soll im Herbst dieses Jahres über die Bühne gehen. Und „Mr. President First“ wurde in die neue Saison auf den 16. Februar 2022 verschoben. Weitere neue Termine: „Schtonk“ am 1. Dezember 2021, „Extrawurst“ in der Spielzeit 2022/23 und Traumtheater Salomé am 15. März 2022.

„Wir wollen mit den Künstlern und Vereinen neue Wege gehen und sie verstärkt draußen präsentieren“, sagte Alexander Ruhe zu Plänen, kulturelle Angebote mit Veranstaltungen des Stadtmarketings zu verknüpfen. In diesem Zusammenhang nannte Ruhe die Veranstaltungsreihe „Donnerstags in Werne“.

Fehlende Planungssicherheit, weitere Absagen oder Verschiebungen von Veranstaltungen, die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung (z.B. Hygienekonzept, Bestuhlungspläne) sowie die Frage nach der Entwicklung der Zuschauerzahlen beschäftigen die Verantwortlichen der Stadt Werne weiterhin intensiv. Die Auszahlung der städtischen Zuschusspauschalen seien auch 2021 gesichert, noch sei es zu keiner finanziellen Schieflage gekommen, hieß es weiter. Kathrin Kötter und Alexander Ruhe kündigten für das Frühjahr eine Gesprächsrunde zum „kulturellen Neustart“ an.

In der digitalen Info-Veranstaltung habe die Politik ihre Zustimmung zu den Plänen der Verwaltung gegeben, so Alexander Ruhe abschließend.

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