Werne/Lünen. Charlotte Görz ist 16 Jahre alt, wurde bereits 2023 als Sportlerin des Jahres in Werne gekürt und hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Bestzeiten in der Leichtathletik glänzen können. Die Athletin des TV Werne 03 wurde unter anderem als Deutsche Vize-Meisterin im Hallen-Mehrkampf WU18 und Westfalenmeisterin im Siebenkampf im Jahr 2024 ausgezeichnet.
In dieser Saison erreichte sie u.a. den zweiten Platz bei den Deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften und die Platzierung auf der deutschen Bestenliste U18.
Vom Leichtathletikverein der Kleinen zum Leistungssport
Am Anfang einer jeden Begeisterung steht häufig eine Quelle der Inspiration. Charlotte Görz fand bereits in jungen Jahren Gefallen an der Leichtathletik: „Ich war immer viel mit Sport und Bewegung konfrontiert. Dann haben wir in Lünen, wo ich wohne, einen Leichtathletik-Verein für Kinder gefunden und so bin ich zu dem Sport gekommen, weil ich gemerkt habe, wie viel Spaß es mir macht.“
Der Leistungssport sei irgendwann eine natürliche Entwicklung gewesen und habe sich schleichend etabliert, sagt sie selbst. Im Leistungssport wächst sie über sich hinaus, was ihr neben viel Arbeit auch Freude bereitet. „Ich liebe es, Herausforderungen anzunehmen, zu bewältigen und daran zu wachsen“, berichtet Görz.
Kein Tag gleicht dem anderen
Bevor die Schülerin der Oberstufe zum Training aufbricht, erledigt sie am Schreibtisch Hausaufgaben oder bereitet sich auf Klausuren vor. Der Zeitplan ist straff. Derzeit trainiert die junge Athletin etwa viermal in der Woche, fast drei Stunden pro Trainingseinheit. Der Sport fordert auch seinen Tribut. Ihr früheres Hobby, Break-Dance, musste sie wegen knapper zeitlicher Kapazitäten beenden.
Einige Freundschaften sind durch den Sport und sein zeitliches Ausmaß weggebrochen, aber ein enger Kreis aus wahren Freunden hält zu ihr. „Viele Freunde von mir sind auch selbst sehr sportlich. Sie verstehen, was es mir bedeutet. Sie kennen die Abläufe, die Werte und den Leistungsdruck, der dahinter steht“, blickt sie zurück. Neben Freunden schafft sie sich auch einen anderen Ausgleich zu Schule und Training und erfreut sich auch an kleinen Highlights in der Freizeit, wie dem regelmäßigen Spaziergang mit dem Hund.

Für Charlotte Görz ist der Sport nicht nur eine physische Herausforderung, sondern auch ein mentales Wachsen und ein Ort des Verstanden-Werdens. „Was ich echt beeindruckend finde, ist die Verbindung zu Kollegen und Teammitgliedern. Den Zusammenhalt über dieselbe Leidenschaft habe ich nirgendwo sonst so erlebt“. Wo andere Angst vor dem großen Moment haben, freut sich Charlotte auf jeden Wettkampf: „Ich kann dann sehen, wie weit ich bin. Durch Wettkämpfe werden Leistungen messbar und egal, was am Ende rauskommt, das Durchhalten lohnt sich und wird greifbar.“
Ihr Traum fordert mehr als Disziplin und Ausdauer
„Man muss Spaß und Begeisterung am Sport mitbringen. Und klar, zielstrebig sein und sich Ziele setzen, dafür ist meine Verletzung im letzten Jahr am Beuger ein gutes Beispiel. Ich musste pausieren und wieder von Neuem anfangen. Daher benötigt es auch eine Menge Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Geduld. Manchmal muss man einen Schritt zurück, bevor man zwei nach vorne geht“, fasst Charlotte Görz zusammen. Und die Arbeit zahlt sich aus. Sie verzeichnete schon großartige sportliche Erfolge. Darüber hinaus sei sie viel selbstsicherer in ihrem Auftreten geworden und das Selbstbewusstsein über die eigenen Fähigkeiten habe sich massiv gesteigert.
Charlotte Görz hat ein klares Ziel innerhalb der nächsten Jahre: „Ich möchte das später mal beruflich machen. Mein Traum wäre es, für die Deutsche Nationalmannschaft antreten zu dürfen und mit dem Sport Karriere zu machen. Aber ich habe auch ein zweites Standbein mit Studium und Beruf im Kopf. Was genau, weiß ich noch nicht“.
Ihr Vater, der selbst erfolgreich in der Leichtathletik war, ist auch eine große Inspiration für sie: „Ich würde gern international aktiv sein und natürlich auch ein bisschen die Karriere meines Vaters weiterleben, der wegen Verletzungspechs früh aufhören musste“, verdeutlicht sie. Im kommenden Jahr steht viel an: Jetzt im Winter, zur Hallensaison, erwarten sie verschiedenste Wettkämpfe, darunter die Deutschen Hallenmehrkampfmeisterschaften in Halle, die Deutschen U20-Meisterschaften in Sindelfingen mit Einzel- und Gruppendisziplinen. Und in der Freiluftsaison stehen auch wieder die deutschen Meisterschaften mit dem Qualifikationswettkampf für die Europameisterschaften im Siebenkampf in Ehrenhausen an.
Ein Wettkampf ist ihr dabei besonders wichtig: Die U18-Europameisterschaften in Rieti (Italien), für die sie sich mit einem ersten oder zweiten Platz in Deutschland in einer bestimmten Disziplin qualifizieren muss. Am liebsten macht sie den 200m-Lauf und Hürdenlauf als ihre Paradedisziplinen, in denen sie gute Chancen hat, auf das Treppchen zu kommen.
Am 17. Januar 2026 findet zur Sportgala wieder die Ehrung des Sportlers des Jahres an. Charlotte Görz erinnert sich an ihre Ehrung 2023: „Das war eine große Ehre, ich habe mich sehr gefreut. Und diese Auszeichnung motiviert total, noch mehr zu geben und zeigt mir, dass meine Leistung gesehen wird. Es macht einen sehr stolz.“ Sie bedankt sich für die Unterstützung und die Stimmen derjenigen, die sie dieses Jahr erneut gewählt haben und freut sich auf ein sportliches und ereignisreiches neues Jahr.
Charlotte Görz ist für die Wahl zur Sportlerin des Jahres 2025 nominiert. Abgestimmt werden kann bis zum 10. Januar 2026, 0 Uhr – ausschließlich online. Der Link lautet: https://abstimmen.online/ao/?umfrage=ZARHARPIS666X6N3. Teilnehmende können auch auf https://abstimmen.online/ao/ den Code ZARH-ARPI-S666-X6N3 direkt eingeben. QR-Code für die Abstimmung:

Bis zur Schließung des Abstimmungsportals stellen Ihnen die Ruhr Nachrichten und WERNEplus die Nominierten in loser Reihenfolge vor.
Die Gewinner werden bei der Sportlergala am Samstag, 17. Januar 2026, geehrt.






















