Freitag, Januar 2, 2026

Nominiert zum Sportler des Jahres: Triathlet Martin Siemann bleibt unter magischer Marke

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Werne. 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen – die Langdistanz beim Triathlon verlangt den Teilnehmenden alles ab. Martin Siemann blieb beim Wettbewerb in Roth (Franken) unter der magischen Neun-Stunden-Marke – als erster TV Werne Wasserfreund überhaupt.

Bei acht Stunden 59 Minuten und drei Sekunden stoppten für den 40-Jährigen die Uhren. „Überglücklich nahm mich meine Familie in Empfang. Ich widmete den Erfolg meiner wunderbaren Frau Irina. Ihr habe ich es zu verdanken, diesen zeitintensiven Sport auf einem so hohen Niveau machen zu können“, sagt der Berufssoldat, der in Unna stationiert ist.

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Mit dem 130. Platz von über 3.500 Athleten und einem elften Platz in der Altersklasse hätte Siemann die Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii eigentlich geschafft. Eigentlich! Da jedoch die Langdistanz in Roth nicht zum „IRONMAN“-Universum zählt, sondern zur „CHALLENGE“ muss er sich noch gedulden. Aber nicht nur Hawaii sei ein großes Ziel, wie der Sportler erzählt.

Vom Fußball zum Triathlon

Multitalent, Alleskönner, ein sogenannter Tausendsassa ist Martin Siemann seit Kindesbeinen, wenn es um sportliche Herausforderungen geht. „Leistungssport habe ich als Jugendlicher im Tennis und Fußball betrieben“, berichtet der im Rheinland geborene und aufgewachsene Kandidat zum „Sportler des Jahres 2025“ in Werne. Bis zur D-Jugend kickte er beim 1. FC Köln, beim Tennis zählte er zu den 20 besten seiner Altersklasse.

Eine sportliche Karriere im Fußball oder Tennis verfolgte Martin Siemann, der inzwischen in Bönen mit seiner Ehefrau und drei jungen Kindern sesshaft geworden ist, aber nicht weiter. „Mit Mitte 20 bin ich zum Laufen gekommen, habe schnell Blut geleckt. Halbmarathon, Marathon, dann war der Übergang zum Triathlon vorgezeichnet. Das hat mir soviel Spaß gemacht und ist zu einer echten Leidenschaft geworden.“

Bei den TV Werne Wasserfreunden fand der 40-Jährige eine sportliche Heimat, schaffte mit der Mannschaft in der abgelaufenen Saison auch den Klassenerhalt in der Regionalliga. „Seit sechs Jahren bin ich in Werne dabei. Das ist ein super sympathischer Verein, wir sind fast alle Familienväter“, sagt er.

Martin Siemann (v.l.), Patrick Ziemba, Björn Kräher, Tobias Knowlden starteten für die TV Werne Wasserfreunde in Hagen. Foto: Verein
Martin Siemann (links), hier mit Patrick Ziemba, Björn Kräher und Tobias Knowlden in Hagen, startete 2025 auch für die TV Werne Wasserfreunde. Foto: Verein

Hobby Triathlon wie ein „Teilzeitjob“

Eine bestimmt Schwäche oder Stärke weist Martin Siemann beim Triathlon nicht auf. „Früher bin ich schlechter geschwommen. Daran habe ich gearbeitet, um dann mit den Besten aus dem Wasser zu kommen und mit dem Rennrad in einer Spitzengruppe zu fahren. Das spart Energie. Die Körner braucht man dann für den abschließenden Marathon“, erläutert der TV-Wasserfreund.

Um dieses zeitintensives Hobby überhaupt betreiben zu können, erhält er Rückendeckung von seiner Frau Irina. Das sei auch Grundvoraussetzung, denn vor der heißen Wettkampfphase kommen schnell 20 Stunden Training pro Woche zusammen. „Die Vorbereitung auf die Saison entspricht quasi einem Teilzeitjob“, sagt Martin Siemann, der natürlich auch in seinem Beruf als Soldat gefördert wird.

Martin Siemann hat sich auch 2026 große Ziele gesetzt. Foto: privat

Ironman auf Hawaii und mit der Bundeswehr nach Katar

„Klar, im Freundes- und Bekanntenkreis wirst du immer zuerst auf Hawaii angesprochen. Aber da muss nach der Qualifikation auch alles passen, mit der Familie, aber auch finanziell. Den Traum möchte ich mir natürlich erfüllen“, betont Martin Siemann. Zumindest der Start beim „IRONMAN“-Wettbewerb Anfang Juni in Hamburg ist schon mal gesichert. „Mit einer Zeit unter neun Stunden ist man in meiner Altersklasse für Hawaii im Oktober qualifiziert. Aber ich habe keinen Druck.“

Für den Triathleten genauso wichtig wie Hawaii ist das Ziel Katar. Dort finden im Dezember 2026 sportliche Wettkämpfe für Streitkräfte aus aller Welt statt. „Dort im Deutschland-Trikot für mein Land antreten … das ist schon ein Traum“, erzählt er.

Hawaii oder Katar – oder doch beides? Gedankenspiele, im Jahr 2026 „alles mitzunehmen“, gibt es tatsächlich schon, um dann auch einmal Ehefrau Irina Ruhe zu gönnen und mehr Zeit mit der Familie abseits des Leistungssportes zu verbringen.

Abgestimmt werden kann bis zum 10. Januar 2026, 0 Uhr – ausschließlich online. Der Link lautet: https://abstimmen.online/ao/?umfrage=ZARHARPIS666X6N3. Teilnehmende können auch auf https://abstimmen.online/ao/ den Code ZARH-ARPI-S666-X6N3 direkt eingeben. QR-Code für die Abstimmung:

Bis zur Schließung des Abstimmungsportals stellen Ihnen die Ruhr Nachrichten und WERNEplus die Nominierten in loser Reihenfolge vor.

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