Werne. Die SPD-Ratsfraktion Werne hat sich am Samstag, 31. Januar 2026, zu einer Haushaltsklausur getroffen. Bürgermeister Lars Hübchen und Kämmerer Marco Schulze-Beckinghausen informierten die Fraktion zu Beginn über die angespannte finanzielle Lage der Stadt.
Dabei wurde deutlich, dass der drastische Rückgang der Schlüsselzuweisungen des Landes allein in diesem Jahr ein Loch von rund sieben Millionen Euro in den Haushalt reißt. Zusätzlich belasten stark steigende Pflichtausgaben – insbesondere im Bereich der Jugendhilfe – die Stadtkasse erheblich, schreiben die Sozialdemokraten in ihrer Pressemitteilung.
Die Verwaltung stellte verschiedene Ansätze vor, um Einsparpotenziale zu nutzen und Abläufe innerhalb der Stadtverwaltung moderner und effizienter zu gestalten. Die SPD begrüßte, dass bereits kurz nach dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters ein Haushaltsentwurf mit Ideen zur Konsolidierung vorgelegt wurde.
In den anschließenden Beratungen diskutierte die Fraktion, wie in den kommenden Jahren eine Haushaltssicherung vermieden werden könne. Fraktionsvorsitzender Ulrich Höltmann betonte: „Wir stehen vor einer der schwierigsten finanziellen Situationen seit Jahrzehnten. Jetzt kommt es darauf an, Prioritäten zu setzen und verantwortungsvoll zu handeln.“
Ein weiterer Schwerpunkt war das Projekt „Regionale 2016 – Werne neu verknüpft“. Die SPD hob dessen Bedeutung hervor, machte aber zugleich deutlich, dass angesichts der aktuellen Haushaltslage eine Neubewertung notwendig sei. Die Fraktion sprach sich dafür aus, laufende Planungen kritisch zu prüfen und abzuwägen, welche Maßnahmen unter den aktuellen Rahmenbedingungen noch sinnvoll und finanzierbar sind.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sven Linnemann ergänzte, man wolle die Stadt finanziell stabil halten und gleichzeitig wichtige Zukunftsinvestitionen ermöglichen.






















