Werne/Kreis Unna. Nach der jüngst veröffentlichten Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2025 ist die Zahl der Straftaten in Werne wieder gestiegen. Das neue Zahlenwerk weist insgesamt 1.780 Straftaten auf. Das sind 200 mehr als im Vorjahr.
Werne ist dabei allerdings kein Ausnahmefall, denn im Kreisgebiet, für das alle Städte und Kommunen außer Lünen mitberechnet werden, ist die Zahl der Straftaten von 17.468 auf 18.051 ebenfalls angestiegen.
Verantwortlich dafür, dass in der Lippestadt insgesamt zehn Prozent der Gesamtkriminalität zusammenkommen, sind unter anderem Diebstahlsdelikte, deren Zahl in Werne mit 689 Fällen konstant hoch bleibt (Vorjahr 675).
Deutlich gestiegen ist die Zahl der angezeigten Körperverletzungen, welche im Vergleich der beiden zuletzt erfassten Jahre von 137 auf 203 gestiegen ist. Auf Anfrage der Redaktion nennt der Leiter der Pressestelle, Bernd Pentrop, dazu weitere Fakten. So habe es im vergangenen Jahr 60 Fälle mehr im Bereich der vorsätzlichen, einfachen Körperverletzung gegeben. „Dazu gehören Ohrfeigen, das kann aber auch etwas mit häuslicher Gewalt zu tun haben“, so der Polizeihauptkommissar.
Straßenkriminalität gestiegen
Eine noch größere Zunahme gab es in Werne auch im Bereich der Straßenkriminalität. Hier stieg die Zahl von 404 auf 530 Fälle. Verantwortlich dafür sei eine stark gestiegene Zahl an Fahrrädern, die, obwohl diese abgeschlossen waren, gestohlen wurden. Auch die Zahl der Sachbeschädigungen an Fahrzeugen hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen.
Gesunken ist dagegen die Zahl der Wohnungseinbrüche. Waren 2024 noch 51 Einbrüche zu beklagen, gab es im vergangenen Jahr noch 21 – ein Rückgang von über 58 Prozent. Aufmerksame Nachbarn, vor allen Dingen aber eine gute Sicherung von Fenstern und Türen dürften dazu beigetragen haben.
Telefonbetrüger erfolgreich
Schockierende Zahlen gibt es im Kreis in der Delikt-Kategorie „Straftat zum Nachteil älterer Menschen mit überregionaler Tatbegehung“. Telefonbetrüger haben im Jahr 2025 fast 820.000 Euro erbeutet. Das ist umso ärgerlicher, weil gerade in diesem Bereich die Polizei seit Jahren intensiv Prävention betreibt. 2024 lag die Schadensumme bei knapp 200.000 Euro.






















