Werne. Frischer Wind für das Kultur- und Sportbüro der Stadt Werne: Rene Thiehoff ist nach langer Vakanz seit dem 1. März 2026 der neue Leiter. Aktuell stellt sich der 28-Jährige den Kulturschaffenden und Sportvereinen bei einem Antrittsbesuch persönlich vor. Mit seiner neuen Aufgabe verbindet er große Ziele.
Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Sportmanagement-Studium in Salzgitter, engagierte sich Rene Thiehoff 2021 beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck im Strategie- und Sponsorenbereich. Stationen waren auch der VfL Bochum und MSV Duisburg. Verwaltungsarbeit lernte er bei der Stadt Dortmund als Projektkoordinator für die UEFA EURO 2024 kennen, war an der Planung, Organisation und Durchführung eines der größten Sportereignisse der Welt beteiligt. Im Oktober 2024 heuerte Thiehoff in seiner Heimat beim Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen als Leiter des Vertriebs an.
Im Frühjahr 2026 kehrt er nun wieder in die Verwaltung zurück – eine bewusste Entscheidung. „Die Stellenausschreibung hat mich gereizt. Es hat sofort gekribbelt, zusammen mit Sportlern und Kulturschaffenden in Werne zu gestalten, statt zu verwalten“, sagt Thiehoff, der sich als „Möglichmacher“ für das Ehrenamt in der Lippestadt sieht.
„Natürlich lerne ich die Strukturen gerade erst im Detail kennen, aber meine Antennen sind bereits ausgefahren. Ich habe in der ersten Woche schon gemerkt: Die Leute hier brennen für ihren Sport bzw. für die Kultur. Meine Aufgabe ist es jetzt, die Rahmenbedingungen so zu optimieren, dass dieses Feuer nicht durch Bürokratie erstickt wird“, sagt der Oberhausener, der noch täglich aus dem Ruhrgebiet pendelt. Spätestens in zwei Jahren will er zusammen mit seiner Frau den Lebensmittelpunkt nach Werne verlagern.

100-Tage-Programm: Antrittsbesuche bei den Vereinen
Vereine kennenlernen, Herausforderungen verstehen und Impulse aufnehmen – in seinen ersten 100 Tage unternimmt Rene Thiehoff Antrittsbesuche, verbunden mit den Fragen: Was macht Ihre Arbeit aus? Wo drückt der Schuh aktuell besonders? Impulse aufzunehmen: Welche Wünsche oder Ideen haben Sie für die sportliche Zukunft in Werne?
„Ich will nicht, dass man uns im Alten Amtsgericht nur als Verwalter wahrnimmt. Ich möchte, dass die Vereine das Gefühl haben: Im Kultur- und Sportbüro sitzt ein Partner bei allen Anliegen, wir hören uns die Herausforderungen an und suchen gemeinsam nach Lösungen. Wir sind der Rückenwind“, beschreibt der 28-Jährige, der früher selbst aktiv Fußball und Tennis gespielt hat, sein Selbstverständnis. Und weiter: „Ich bin ein Freund von flachen Hierarchien und schnellen Entscheidungen. Wenn ein Verein ein Problem hat, will ich eine Lösung präsentieren und keine Bedenkenträger-Liste. Das ist mein Anspruch an modernes Verwaltungshandeln.“
Die Kultur will Thiehoff aus den Nischen holen und noch stärker mit dem Stadtleben verzahnen: „Kultur in Werne soll ein Erlebnis für alle Generationen sein.“
„Eine moderne Sportstadt braucht moderne Infrastruktur.“
Rene Thiehoff, neuer Leiter des Kultur- und Sportbüros der Stadt Werne.
Probleme in der Sportlandschaft hat er mit den unzureichenden Hallenkapazitäten direkt ausgemacht. „Wir müssen die Belegungspläne so transparent wie möglich machen – hin zu einem fairen, bedarfsorientierten und digitalen Vergabesystem“, betont er.
Der neue Leiter des Kultur- und Sportbüros will nicht nur auf das Stadtsäckel schauen, sondern aktiv Landes- und Bundesförderprogramme anzapfen. In Sachen Erneuerung des Kunstrasenplatzes im Lindert will er keine Zeit verlieren. „Wir sind hier bereits auf der Zielgeraden. Wir warten aktuell auf den finalen Förderbescheid. Sobald der im Haus ist, geben wir Vollgas“, verspricht Rene Thiehoff.
Sein Ziel sei eine Verwaltung, die so schnell und dynamisch agiere wie die Sportler auf dem Platz. „Wenn ein Förderbescheid kommt, gehen wir unmittelbar in die Vergabe, um keine Zeit zu verlieren.“






















