Donnerstag, April 16, 2026

Pokal-Aus: WSC verabschiedet sich erhobenen Hauptes

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Werne. Die Überraschung blieb aus, doch der Applaus war dem Außenseiter gewiss: Die Fußballer des Werner SC sind am Mittwochabend aus dem Kreispokal ausgeschieden. Gegen den zwei Klassen höher spielenden Oberligisten TuS Hiltrup unterlag der Landesligist mit 1:4 (0:1). Ein Ergebnis, das nach dem Schlusspfiff jedoch kaum die tatsächliche Dynamik auf dem Platz widerspiegelte.

Denn über weite Strecken der Partie war ein Klassenunterschied im Sportzentrum Lindert nicht auszumachen. Der WSC agierte vor rund 200 Zuschauern mutig, setzte auf kontrollierten Spielaufbau und nutzte geschickt die gesamte Breite des Feldes. „Es war mit Abstand das beste Spiel, das die Jungs unter meiner Regie gemacht haben“, zeigte sich WSC-Coach Pascal Harder nach der Partie hochzufrieden trotz der Niederlage. „Wenn wir nur 50 Prozent dieser Leistung in die Restsaison mitnehmen, werden wir es jedem Gegner extrem schwer machen.“

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Dabei hatte Harder seine Startelf im Vergleich zu den Vorwochen mutig umgebaut: Nico Holtmann und Marvin Stöver nahmen zunächst auf der Bank Platz, während Lukas Nattler und Steffen Happe von Beginn an aufliefen. Das Duo rechtfertigte das Vertrauen mit enormer Laufbereitschaft und bissiger Zweikampfführung in der Defensive.

Abseits im Blick: Lukas Nattler (WSC) lässt seinen Gegenspieler Nils Johannknecht passieren, nachdem die Fahne des Assistenten bereits oben war. Foto: MSW
Abseits im Blick: Lukas Nattler (WSC) lässt seinen Gegenspieler Nils Johannknecht passieren, nachdem die Fahne des Assistenten bereits oben war. Foto: MSW

Kalte Dusche trotz Chancenplus
Der WSC versteckte sich keineswegs und erspielte sich im ersten Durchgang mehrere hochkarätige Möglichkeiten, scheiterte jedoch immer wieder am glänzend aufgelegten Schlussmann der Hiltruper. Die Gäste zeigten sich indes eiskalt – und profitierten vom Spielglück: Mit ihrer ersten echten Chance gingen sie in Führung, wobei der Treffer aus stark abseitsverdächtiger Position fiel und zudem von Steffen Happe unglücklich ins eigene Netz abgefälscht wurde. Mit 0:1 ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang drängte Werne auf den Ausgleich und wurde in der 58. Minute belohnt: Nach einer präzisen Ecke von Leon Becker stieg Finn Drücker am höchsten und köpfte zum verdienten 1:1 ein. Doch die Freude währte nur 120 Sekunden. Fast im Gegenzug stellte Hiltrup die Führung wieder her (60.). Als Werne die Offensive verstärkte, nutzte der Oberligist die Räume und schraubte das Ergebnis durch zwei Konter (65., 83.) auf 1:4 in die Höhe.

Dynamisch ausgetrickst: Mirac Sahin (r.) lässt Hiltrup-Kapitän Justin Mittmann mit einer schnellen Körpertäuschung ins Leere laufen. Foto: MSW
Dynamisch ausgetrickst: Mirac Sahin (r.) lässt Hiltrup-Kapitän Justin Mittmann mit einer schnellen Körpertäuschung ins Leere laufen. Foto: MSW

Trotz der Niederlage sparte Harder nicht mit Lob, benannte aber auch das einzige Manko: die Präzision im Abschluss. „Hiltrup schießt fünfmal aufs Tor und davon sind vier drin. Wir schießen gefühlt 13 Mal und davon ist nur einer drin“, bilanzierte der Coach treffend den Unterschied an diesem Abend.

WSC: Henrik Pollak – Lukas Nattler, Zoran Martinovic, Steffen Happe (ab 57. Nico Holtmann), Colin Lachowicz (ab 83. Marvin Stöver), Tim Hoppe (ab 54. Leon Becker), Henrik Warnecke, Mirac Sahin, Jannik Prinz, Johannes Schwenniger (ab 54. Jason Jäger), Finn Drücker (ab 80. Mathis Geue)

Tore: 0:1 Steffen Happe (20., Eigentor), 1:1 Finn Drücker (58.), 1:2 Jonas Weissen (60.), 1:3 Finn Lenze (65.), 1:4 Finn Lenze (83.)

Vergebene Chance beim Stand von 1:3: Nico Holtmann hadert mit dem Abschluss – Finn Drücker signalisiert Redebedarf. Foto: MSW
Vergebene Chance beim Stand von 1:3: Nico Holtmann hadert mit dem Abschluss – Finn Drücker signalisiert Redebedarf. Foto: MSW
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