Zum Schluss fehlten den TVW-Damen Kraft und Konzentration

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Werne. Gekämpft und alles gegeben – und trotzdem verloren: Die Handballerinnen des TV Werne unterlagen am Samstagnachmittag gegen Vorwärts Wettringen II mit 25:31 (15:12). In der entscheidenden Phase gab die dünne Personaldecke den Ausschlag.

Seit dem 29. November warten die Handballerinnen des TV Werne auf einen Sieg vor heimischem Publikum. Gegen die Reserve aus Wettringen sah es nach 40 Minuten noch so aus, als könnte diese Negativserie endlich reißen, doch in der Schlussphase gab die besser besetzte Auswechselbank der Gäste den Ausschlag. Auf lediglich zehn einsatzbereite Spielerinnen konnte Trainer Ingo Wagner zurückgreifen, während Wettringen „mit voller Kapelle“ anreiste.

Nach ausgeglichenen ersten Minuten setzte der Gast mit vier Treffern in Folge ein erstes Ausrufezeichen und führte nach elf Minuten mit 4:7. Doch das Werner Team bewies Moral, kämpfte sich leidenschaftlich zurück und lag bis zur Pause verdient mit 15:12 vorne.

Nach dem Seitenwechsel nahm der Druck der Gäste jedoch stetig zu. Bei den Werner Spielerinnen ließ mit schwindender Kraft auch die Konzentration nach. „Die Spielvorbereitung war krankheits- und verletzungsbedingt nicht gut“, erklärte Wagner die Probleme. Mitte der zweiten Halbzeit drehte Wettringen die Partie endgültig zu seinen Gunsten.

In der Schlussphase versuchte Trainer Wagner beim Stand von 23:25 noch einmal alles und stellte auf eine offene Deckung um. Doch Wettringen reagierte geistesgegenwärtig auf die taktische Variante und brachte den Sieg sicher über die Zeit.

Auch wenn Wagner Verständnis für die fehlenden Körner aufgrund der personellen Engpässe zeigte, gab es deutliche Kritik an der Abwehrleistung: „31 Gegentore sind definitiv zu viel.“ Dennoch hob der Coach das Positive hervor: „Phasenweise hat die Mannschaft in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gezeigt und sich nach Rückstand wieder zurückgekämpft.“ Das zeige eine gute Mentalität. Ein Extra-Lob gab es für die erst 18-jährige Annika Sprau, die über Rechtsaußen sechs Treffer erzielte.

Trotz taktischer Kniffe am Ende machtlos: Trainer Ingo Wagner sah eine kämpferische Leistung seines Teams, das sich erst in der Schlussphase der personellen Überlegenheit aus Wettringen beugen musste.      Foto: MSW
Trotz taktischer Kniffe am Ende machtlos: Trainer Ingo Wagner sah eine kämpferische Leistung seines Teams, das sich erst in der Schlussphase der personellen Überlegenheit aus Wettringen beugen musste. Foto: MSW

Am Samstag, 25. April, kommt es zum Kräftemessen mit SV Teutonia Bochum-Riemke II. Die Bochumer liegen mit 20:14 Punkten nach 17 Spielen in der Tabelle auf Platz 6, einen Platz hinter Werne (21:15 Punkte nach 18 Spielen).

TV Werne: Sophia Böcker, Lara-Joyce Kristan – Sonja Plotek (3), Myriam Hins (6), Denise Heinrich (3), Annika Sprau (6), Martha Wegemann (5), Larissa Lessing, Jana Schindelbauer (2), Jana Meyer

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