Montag, April 27, 2026

LippeBaskets Werne: Damen müssen wohl in die Landesliga zurück

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Werne. Die LippeBaskets-Damen konnten im entscheidenden Saisonspiel gegen den Abstieg ihre Negativserie von zwölf Niederlagen in Folge nicht stoppen und müssen höchstwahrscheinlich zurück in die Landesliga.

Oberliga 2 (Frauen): ASC Dortmund – LippeBaskets Werne 75:56 (16:19, 12:19, 24:7, 23:11)

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Wer verliert, der steigt sportlich ab. Das war vor dem Duell beim ASC Dortmund im Vorfeld klar. Und die LippeBaskets hatten den Ernst der Lage erkannt, setzten zu Beginn alle Vorgaben gut um, zogen stark zum Korb und stellten den Gegner früh vor Foulprobleme. Mit zehn Punkten Vorsprung gingen die Gäste in die Halbzeitpause.

In einem intensiv geführten Spiel konnten die Schützlinge von Cajus Cramer nicht an die beiden guten Viertel anknüpfen, verloren den Faden und brachen total ein. „Einfach unerklärlich. Der Korb schien wie vernagelt, wir haben nichts mehr getroffen“, haderte der LBW-Coach.

Auf der Gegenseite landeten „wilde Dreier“ der Dortmunderinnen im Korb. Die LippeBaskets spielten schließlich alles oder nichts, das Endergebnis spiegelte am Ende das Leistungsverhältnis nicht wider, doch der Abstieg war besiegelt.

„Das Spiel war ein Sinnbild der gesamten Saison: Wir sind gut gestartet, haben dann stark nachgelassen. Wir sind alle super traurig. In der Mannschaft steckt mehr drin. Aber wir müssen das jetzt so hinnehmen“, so Cajus Cramer, der seinem Team in kämpferischer Hinsicht keinen Vorwurf machte. Personell kam in diesem Entscheidungsspiel auch eine Menge zusammen: Meike Wohl knickte um und konnte mit Verdacht auf Bänderriss nicht mehr weitermachen. Zudem erlitt Helena Trillmann einen Nasenbeinbruch.

Isabell Michalski war mit den LippeBaskets in Wulfen erfolgreich. Archivfoto: Wagner
Auch Starting Five-Spielerin Isabell Michalski fehlte lange verletzt und fiel oft aus beruflichen Gründen aus. Archivfoto: Wagner

Rückblick

Mit fünf Siegen waren die LippeBaskets Werne als Aufsteiger in die Oberliga-Saison gestartet. Ausfälle durch Langzeitverletzte und Schwangerschaft konnte der große Kader zwar auffangen, doch der Rhythmus und der positive Flow gingen verloren. Die Folge war eine Niederlagenserie von 13 Partien hintereinander, die schließlich zum Abstieg führte. „Wir sind nicht am letzten Spieltag abgestiegen, das war ein Prozess. Wir hätten vorher die nötigen Punkte einfahren können“, analysierte Cajus Cramer, der saisonübergreifend auf die schwache Quote von der Freiwurflinie hinwies. In Dortmund fanden nur 21 von 44 Würfen ins Ziel – zu wenig, um enge Spiele zu gewinnen.

Ausblick

Trainer Cajus Cramer hört nun auf, will sich wieder mehr auf Beruf und Privatleben fokussieren. „Ich habe noch keinen Plan, aber wieder mehr Luft für mich“, so der Coach. Dass er nochmal selbst auf dem Court angreift, sei nach zwei Kreuzbandrissen und anhaltenden Knieproblemen ausgeschlossen. Ein Nachfolger stehe noch nicht fest, aber die Gespräche laufen.

Am Donnerstag findet der Saisonabschluss statt. „Ich hoffe, dass die Mannschaft jetzt nicht auseinander bricht, sondern sich sammelt und hochmotiviert weiter macht“, so der scheidende Trainer.

Eine minimale Restchance auf den Klassenerhalt besteht übrigens noch. Sollten Vereine zurückziehen bzw. den Aufstieg verweigern, bleiben die LippeBaskets in der Oberliga. Doch damit rechnet aktuell niemand. „Es hat leider sportlich nicht gereicht. Das ist traurig und bitter“, stellte Cajus Cramer fest.

LBW: L. Nägeler 3, Teigelkötter 2, M. Nägeler, Teutenberg 5, Pinkosz 16, Wohl 14, Trillmann 5, Gräfe, Overtheil 9, Michalski, Brand

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