Erlebnisse am Tresen: Erzählcafé zur Kneipenkultur in Werne

Anzeige

Werne. Stammtische, Vereinsgründungen, Freundschaften – das soziale Leben fand stets auch und besonders in Gastronomien und Kneipen statt. Welche unvergesslichen Abende haben sich in den Kneipen von Werne abgespielt? Welche Lokale prägten und prägen die Stadtkultur der Lippestadt? Und wo lohnt es sich immer, auf ein Bier einzukehren?

Darum soll es in der Maiausgabe der Reihe „Geschichte erzählen“ am Donnerstag, 7. Mai, 18.30 Uhr im Stadtmuseum gehen. Anders als sonst erwartet die Besucher/innen aber kein Vortrag, sondern ein Erzählcafé – und die ausdrückliche Aufforderung, mitzudiskutieren.

- Advertisement -

Eine Podiumsdiskussion mit Christian Havers von Haus Havers und Petra Neuhäuser vom Restaurant Ickhorn wird die Einstimmung in das breite Themenfeld „Kneipenkultur in Werne“ bieten. Im Anschluss sind dann alle gefragt: Ob lang Vergangenes oder erst kürzlich Erlebtes, Stammtisch, Abschlussfeier, ruhiger Abend oder Gelage – große und kleine Erinnerungen an das Werner „Nachtleben“ können ausgetauscht und abgeglichen werden.

Das Erzählcafé ist dabei Teil des Projekts „MemoryLab“, mit dem aktuell die Zeitgeschichte in Werne gesammelt und erfasst werden soll.

Zum Hintergrund:

„Geschichte“ ist nicht einfach „früher“. Auch unsere eigenen Lebenserfahrungen sind irgendwann historisch. Darum dürfen auch Museumsausstellungen nicht in tiefer Vergangenheit stehen bleiben, sondern müssen auch die jüngste Vergangenheit in den Blick nehmen. Das Stadtmuseum Werne macht sich daher, gemeinsam mit Bürgerdialogmanagerin Dr. Linn-Julia Temmann auf die Suche nach Wernes Stadtgeschichte der letzten 60 Jahre.

Mit dem „MemoryLab“ sind alle Wernerinnen und Werner aufgerufen, ihre individuellen großen und kleinen Geschichten zu erzählen. Was hat Werne in den Jahrzehnten nach 1960 ausgemacht? Was veränderte sich? Wie wirkte es sich auf das Leben hier aus? Wie erlebte Werne den Kalten Krieg, die Ölkrise der 1970er Jahre, die Wiedervereinigung, die Einführung des Internets? Wie fühlte es sich an, als der Kreis Lüdinghausen aufgelöst wurde und Werne mit dem Kreis Unna plötzlich auf dem Papier nicht mehr Münsterland, sondern auch Ruhrgebiet wurde? Wie wurde die Umstellung der Postleitzahl von 4712 auf 59368 aufgenommen? Welche Erinnerungen gibt es an prominente Besuche, Stadtfeste, außergewöhnliche Events, aber auch an Unfälle, Stürme, Schneekatastrophen, Überschwemmungen oder Brände?

Eingereicht werden können die Geschichten sowohl ganz bequem online unter https://www.werne.de/de/erlebnis/altstadt-entdecken/stadtmuseum/MemoryLab.php oder bei einem persönlichen Termin im Stadtmuseum.

Das Erzählcafé findet am Donnerstag, 7. Mai, 18.30 Uhr in der Westfälischen Stube des
Stadtmuseums statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht
notwendig.

Weitere Artikel von Werne Plus

Jubiläum für Wallfahrt: Gelebtes Glaubensbekenntnis seit 350 Jahren

Werne. Es regnet in Strömen. Etwa 200 Menschen halten an, ziehen ihre Regenjacken über und gehen weiter. Schlechtes Wetter sind die Wallfahrer von Werne...

Von der Ausgrenzung zur Ermordung – Jüdisches Leben in Werne 1933 – 1945

 Werne. Geschichte ist nicht einfach nur Vergangenheit, sie wird erzählt. Wie funktioniert diese Erzählung? Und welche Themen gehören hier in Werne zu unserer Stadtgeschichte?...

Wasserrohrbruch sorgt für Schäden am Gehweg – Feuerwehr im Einsatz

Werne. Zu einem Wasserrohrbruch an der Stockumer Straße wurde die Freiwillige Feuerwehr Werne um 23.28 Uhr alarmiert. Unter einem Gehweg war es zu einem...

Hospizgruppe lädt wieder zu Friedhofsgeprächen ein

Werne. Friedhofsgespräche - wer einen geliebten Menschen verloren hat, dem tut es häufig gut, mit anderen darüber zu reden. Über den Verlust und das...