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Herbstaktion zum 125. Jubiläum: Steinbrink lässt das Glücksrad drehen

Werne. 125 Jahre ist es her, dass Schuhmachermeister Theodor Steinbrink seine eigene Schuhmacherei in Diestedde im Kreis Warendorf gegründet hat. Bis heute sind die handwerklich sowie mit modernster Technik hergestellten Produkte aus den Bereichen Orthopädie, Schuhtechnik und Schuhmacherei so gefragt, dass es Filialen in Soest, Haltern am See, Beckum, Münster und Werne gibt. An allen Standorten wird das Jubiläum in diesem Jahr gefeiert.

Am Roggenmarkt 26 spielt das seltene Firmenjubiläum im Rahmen einer besonderen Aktionswoche eine Rolle – nach dem Frühjahr jetzt zum Herbst und Winter. Damit bedankt sich das Unternehmen für die Treue der Kundschaft, und gewährt vom 5. bis 9. Oktober 2026 starke 25 Prozent Rabatt auf die im Laden erhältlichen Schuhe. „Nach dem Kauf dürfen die Kunden am Glücksrad drehen und sich auf tolle Preise freuen“, informieren Julia Steinbrink und Stephanie Leiske.

In der Lippestadt ist der Familienbetrieb seit 1988 zu finden. Damals erfolgte im Frühjahr zunächst die Übernahme einer Schuhmacherei an der Bonenstraße 8. Kein ungewöhnlicher Vorgang in einer überschaubaren Szene, wie Orthopädieschuhmachermeister Arne Steinbrink erklärt: „Sowohl früher als auch heute ist das eine recht kleine Berufs-Familie. Man kennt sich einfach.“

Es dauerte nicht lange, bis der stetig wachsende Betrieb in dem übernommenen Ladengeschäft an seine Grenzen stieß. Deutlich mehr Platz bot die bis in die Gegenwart genutzte Immobilie am Roggenmarkt.

Als die Firma 2010 umzog, hatte Arne Steinbrink, der den Betrieb heute in vierter Generation führt, seinen Meisterbrief bereits mit 21 Jahren in der Tasche, sodass an dem Standort zugleich die offizielle Eröffnung eines Betriebs für Orthopädie und Schuhtechnik erfolgte. Die Kombination war möglich, weil Vater Bernhard Steinbrink Schuhmachermeister ist.

Heute wird sich auf vier Etagen und rund 250 Quadratmetern um das Wohl der Füße gekümmert. Das frühere Motto „Ihre Füße sind es wert“, hat dabei bis heute Gültigkeit. Kunden erwartet neben einer fachlich qualifizierten Beratung von orthopädischen Maßschuhen über Einlagen bis hin zu Schuhzurichtungen das komplette Programm eines traditionsreichen Meisterbetriebs.

„Bei uns wird mittlerweile alles digital vermessen und gescannt. Vor einigen Jahren haben wir die Füße noch eingegipst, um eine Form zu bekommen. Dank moderner Technik können wir heute deutlich schneller arbeiten“, erklärt der 37-Jährige. Neuste Innovationen an den Standorten in Werne und Soest ist die Anschaffung von 3D-Druckern.

Service und Beratung werden bei Steinbrink groß geschrieben.

Der Bedarf an orthopädischen Maßschuhen sei groß, berichtet Arne Steinbrink: „Die Qualität vieler Schuhe im Handel wird nicht besser. Viele Menschen tragen statt Lederschuhen lieber Stoffschuhe, die den Füßen schmeicheln. Das fühlt sich bequem an, gibt dem Fuß aber oft nicht genügend Halt. Wenn dieser sich dann deformieren will, ist das in einem solchen Schuh leicht möglich.“

Ungünstige körperliche Entwicklungen werden dadurch teils gefördert. „Nicht wenige fragen sich, woher Probleme mit Rücken, Knie oder Füßen kommen – das kann durchaus mit falschem Schuhwerk zusammenhängen“, unterstreicht der Experte.

In diesem Zusammenhang ist es nicht verwunderlich, dass in Werne seit langer Zeit Kunden vom Kindergarten- bis ins Seniorenalter versorgt werden.

Angeboten werden in Werne auch Schuhe für Damen und Herren, darunter aktuelle Modelle namhafter Hersteller wie Ganter, Finn Comfort, Waldläufer und Meindl. Schuhpflegeprodukte und Zubehör runden die Auswahl ab.

Betrieb bildet Nachwuchs selbst aus

Derzeit arbeiten an den Standorten über 20 Mitarbeitende. Damit das so bleibt, bildet der Betrieb den eigenen Nachwuchs aus. Der Großteil bleibt danach dem Unternehmen treu, nicht selten wird auch noch ein Meisterbrief nachgelegt, weil die Freude am Beruf so groß ist.

Menschen, die sich ernsthaft für dieses durchaus spannende Berufsumfeld interessieren, sind eingeladen, bei einem Praktikum die verschiedenen Aufgaben und Tätigkeiten näher kennen zu lernen. „Nachwuchs ist uns natürlich wichtig, denn unsere Geschichte soll nach 125 Jahren noch weitergehen“, unterstreicht Arne Steinbrink.

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