Bunte Kreidestriche: Preisvergabe an junge Streetart-Künstler

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Werne. Rot, gelb, blau, grün – mit Kreidestrichen in allen Regenbogenfarben haben sich Fünft- und Sechstklässler des Anne-Frank-Gymnasiums am Streetart-Wettbewerb zum Weltkindertag am 25. September beteiligt und auf grauem Schulhofpflaster abgebildet, was die Stadt Werne in Zukunft kinderfreundlicher und lebenswerter machen könnte.

Weil das große Kinderfest zum Weltkindertag wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, hatten Jugendamt, Familiennetz und der Träger Jugendhilfe Werne wie berichtet rund um dieses Datum den Streetart-Wettbewerb „Kinderrechte schaffen Zukunft“ organisiert. Mitmachen konnten die Grundschulen, die fünften und sechsten Klassen der weiterführenden Schulen sowie Gruppen des Offenen Ganztags und Kita-Gruppen. Für die Teilnehmer-Teams, die ihre Ideen am besten ins Bild setzten, gab es Preise in klingender Münze (1. Preis: 300 Euro, 2. Preis 250 Euro, 3. Preis 200 Euro).

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Am Donnerstag überbrachten Dagmar Reuter (Jugendamt) und Bettina Stilter (Familiennetz) im Beisein von Schulleiter Marcel Damberg den Kinder der 5a und der Umwelt-AG ihren verdienten Lohn. Stolze 800 Euro für einen ersten und zwei zweite Preise werden so umgehend in Wunschprojekte umgesetzt, berichtete Johannes-Joachim Brysch, der zusammen mit den anderen Referendaren des AFG die Mal-Aktion der Kinder betreut hatte. So werden auf dem Schulgelände bald drei Bäume gepflanzt und Sportgeräte wie Springseile, Badminton-Schläger etc. angeschafft. Ferner wurde die Schulbücherei mit neuen Büchern ausgestattet.

In dem Streetart-Wettbewerb ging es aber um mehr als bunte Fantasie-Upgrades für Asphaltflächen an Schulen und Kitas. Wie die AFG-Schüler hatten sich etliche Schulklassen, OGS- und Kita-Gruppen beteiligt und im Sinne der Aktion intensiv über Kinderrechte und -bedürfnisse nachgedacht. Bevor der nächste Regenschauer die flüchtigen Wunsch-Bilder abwaschen konnte, wurden sie umgehend mit der Fotokamera dokumentiert. Die Fotos sollen Bürgermeister Lothar Christ und dem Rat als Ideen-Pool für eine kinderfreundlichere Gestaltung der Stadt dienen.

Wiehagenschule spendet die Hälfte des Preisgeldes

Die zunächst geplante Ausstellung der Fotos kann allerdings wegen Corona nicht stattfinden. Dafür werden die Fotos der Wettbewerbsbeiträge in Kürze auf der Homepage der Stadt zu sehen sein, versicherte Dagmar Reuter, die sich über die tolle Resonanz bei Schülern und Kita-Kindern freute. Insgesamt 121 Bilder gingen bei den Organisatoren ein.

An der Wiehagenschule, so Reuter, hatten die erfolgreichen Preisträger etwa die Idee, die Hälfte des Preises zu spenden. Eine Kita-Gruppe wünschte sich eine Tablet. „Da können wir ja alle zusammen rein gucken“, berichtete eine Erzieherin über den kommunikativen Plan ihrer Dötze. Schnelles Internet und Technik-Ausstattung waren bei älteren Schülern gefragt. Ein Spielplatz mit Einhorn oder ein Matsch-Spielplatz wie im Maxi-Park waren ebenfalls dabei.

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