„Der Surfpark Werne ist keine Konkurrenz zum Solebad“

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Werne. Im Frühjahr und Sommer ein Freizeitpark, im Herbst und Winter eine Forschungsstation: Auf dem ehemaligen Zechengelände in Werne läuft derzeit das Planungsverfahren zum größten Surfpark der Welt. Die SURFWRLD soll 2023 an den Start gehen und die Lippestadt mit einer überregionalen bedeutsamen Sport-, Veranstaltungs- und Freizeitanlage touristisch aufwerten. Hier kommt Teil 3 unserer Interviews mit Projektentwickler und Investor Dr.-Ing. Michael Detering.

Neben dem Freizeitpark planen Sie auch eine Forschungseinrichtung zur Wellendynamik. Was hat es mit SCNCWAVE auf sich?

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Die SCNCWAVE ist ein Mehrwert, den in dieser Form keine andere Anlage hat: die wasserbauliche Forschung. Wir haben durch die intensivere Nutzung der Meere, zunehmende Belastung an Küsten und technischen Fortschritt einen Forschungsbedarf, den noch keine Anlage abdecken kann. Als einzige hat bislang die US Navy eine rein militärisch genutzte Einrichtung, die bis zu 1,20 m hohe Wellen in einer ähnlichen Breite erzeugen kann. Wir können für die zivile Forschung bei uns über 2 m hohe Wellen erzeugen. Allerdings müssen wir dies gleich von Beginn an einplanen, nachrüsten lässt sich dies nämlich nicht.

Macht der Surf Park dem Solebad Konkurrenz?

Wir haben ganz andere Zielgruppen, das auch regional, denn der Surf Park wird ein sehr großes Einzugsgebiet haben, weit über Werne hinaus und auch viele Kunden in die Stadt ziehen. Surf Park und Solebad ergänzen sich gut. Und auch ich selbst werde meine SoleCard weiter nutzen.

Wie sieht es denn mit der Finanzierung aus? Inwieweit ist die Stadt Werne involviert?

Die Finanzierung in Höhe von 30 Millionen Euro lässt sich gut abgrenzen: ca. 20 Millionen für die sportliche Nutzung, ca. 10 Millionen für den Forschungsteil. Die Stadt Werne kümmert sich um die administrative Bauleitplanung, eine originäre Aufgabe der Stadt. Gutachten zahlen wir, denn das Vorhaben ist ein privatwirtschaftliches. Zur Erschließungsspange von der Kamener Straße und einem möglichen neuen Kreisverkehr sind wir mit der Stadt im Gespräch. Wir bieten eine Stärkung der Wirtschaft vor Ort, wir machen die Stadt und die Region attraktiver, locken Kunden von weit her an und schaffen Arbeitsplätze. Das i-Tüpfelchen ist der Forschungsbereich, denn auch Westfalen kann mehr Forschung gebrauchen. Wegen dieses Nutzens planen wir auch Fördermittel ein.

Wie viele Arbeitsplätze planen Sie ein?

Wir kalkulieren mit fast zweihundert Arbeitsplätzen, aufgeteilt in Voll- und Teilzeitkräfte. Die Anlage ist zwar fast das ganze Jahr in Betrieb, allerdings nicht immer gleich ausgelastet. Wegen der vielen Anforderungen brauchen wir flexibles Personal. Gerade die Forschung stellt hohe Anforderungen. Aber wir planen auch in die Zukunft und so sind verschiedene Ausbildungsberufe an unserem Standort angedacht.

Wie wird es auf dem Surfpark-Gelände aussehen?

Neben den großen Surfbecken wird es Beachvolleyballplätze und ein Mehrzweckbecken geben, dies mit einigen Extras und auch eine stehende Welle wie am Eisbach in München. Auf der Halde entstehen zudem Wohnmobil-Plätze. Zusätzlich bieten wir Räumlichkeiten für Tagungen, private und geschäftliche Feiern. Aber natürlich sind auch Gäste willkommen, die nur das Beach-Feeling und unser gastronomisches Angebot genießen wollen.

Teil 4 des Interviews mit Dr. Michael Detering folgt am Donnerstag, 12. November.

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