Lama Khalifa startet mit 34 Jahren richtig durch

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Werne. Lama Khalifa ist glücklich mit ihrer Entscheidung: Mit 34 Jahren begann sie im August eine Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin bei Bäckerei Kanne in Werne. „Nach meinem Schulabschluss in Syrien war ich Mutter und Hausfrau. Aber hier in Deutschland wurde mir klar: Ich möchte sehr gerne arbeiten“, betont die Mutter von vier Kindern.

Seit vier Jahren lebt Lama Khalifa in Werne. Vor einem Jahr vermittelte das Jobcenter sie in das Projekt „Starke Mütter – Starke Unternehmen“ des Multikulturellen Forums in Bergkamen. „Bei uns belegte sie zunächst einen Deutschkurs. Parallel dazu kümmerten wir uns schon mal um die Anerkennung ihrer schulischen Leistungen“, erklärt Projektmitarbeiterin Emine Sancar. Anschließend erfolgte die die berufliche Orientierung: Nach einigen Betriebsbesichtigungen und Einzelberatungen fasste Lama Khalifa den Entschluss, in einer Bäckerei zu arbeiten. Emine Sancar lobt ihre Teilnehmerin: „Wir vermittelten ein Praktikum bei Bäckerei Kanne, wo sie sich in kürzester Zeit profilierte. Gemeinsam stellten wir dann die Bewerbungsunterlagen zusammen und erhielten prompt eine Zusage.“

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Lama Khalifa ist eine von insgesamt 24 Menschen, die das Multikulturelle Forum bisher trotz erschwerter Bedingungen im Zuge der Corona-Pandemie in Ausbildung vermitteln konnte. Spürbar sind die Folgen der Krise aber auch hier. „In den vergangenen Monaten gab es für junge Menschen nur sehr eingeschränkt Möglichkeiten, Berufe kennenzulernen oder Kontakte mit Arbeitgebern zu knüpfen“, erläutert Hatice Müller-Aras, Fachbereichsleiterin für Arbeit & Qualifizierung beim Multikulturellen Forum, „dennoch zeigen sie sich hoch motiviert und wollen unbedingt noch in diesem Jahr in eine Ausbildung starten“.

Das Multikulturelle Forum lädt daher Betriebe mit offenen Ausbildungsstellen zur Kontaktaufnahme ein. Es können noch einige junge Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen und Qualifikationen vermittelt werden. Über Praktika oder Probearbeitstage können Arbeitgeber die Bewerberinnen und Bewerber zunächst näher kennenlernen. Zudem unterstützt das Multikulturelle Forum Unternehmen bei verschiedenen Fördermöglichkeiten.

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