Samstag, April 20, 2024

Lions „bauen“ Schule in Mali

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Werne. Der Lions Club Werne an der Lippe engagiert sich nun schon seit über zehn Jahren in Mali. Über den Verein „Ka Mali Deme – Helft Mali e.V.“, der in Dourourakoro im Süden Malis den sozial Schwachen hilft, haben die Lions mittlerweile rund 70.000 Euro gespendet. „Das Geld kommt sicher bei den Bedürftigen an“, freut sich Club-Präsident Bernd Plass.

Gebaut wurden damit z.B. eine Entbindungsstation oder auch sanitäre Einrichtungen. Seit vielen Jahren betreuen nun festangestellte Hebammen die Geburten. Weil sich das in der Gegend herumsprach, ist die Zahl der Geburten der Station stark gewachsen und die Säuglingssterblichkeit in der Region deutlich gesunken.

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„Es sei ein echte Erfolgsgeschichte“, sagt Plass stolz. Die erfreuliche Entwicklung bringe aber neue Herausforderungen mit sich. „In den vergangenen Jahren ist Dourourakoro zu einer Kleinstadt herangewachsen, und die vielen Kinder, die in unserer Station geboren wurden, müssen auch zur Schule gehen“, erklärt der Club-Präsident. Die bisherige Schule sei dafür zu klein und auch marode.

Das neueste Projekt der Lions Werne ist daher ein Schulbau. Ende letzten Jahres begannen die Vorarbeiten. So wurden mehr als 10.000 Ziegel gebrannt. Der Rohbau der insgesamt vier Klassenräume ist mittlerweile fast fertig, sodass schon bald mit dem Unterricht begonnen werden kann.

Bisher hat der Lions Club allein den Schulbau mit rund 15.000 Euro unterstützt. Damit ist zwar der Bau des Gebäudes gesichert, dennoch wird das Projekt auch danach Unterstützung brauchen. „Es fehlen beispielsweise noch Schulmöbel“, erklärt Plass. Die Lions werden die Kinder in Mali deshalb weiterhin unterstützen.

Wenn Ihnen das Projekt gefällt und auch Sie malischen Kinder helfen wollen, spenden Sie gerne für Mali. „Der Lions Club Werne an der Lippe garantiert dafür, dass das Geld bei den Bedürftigen ankommt“, stellt Plass klar. Spenden Sie unter DE34 4436 1342 0300 3012 00 bei der Volksbank Kamen-Werne eG mit dem Verwendungszweck: Spende Mali.

Hintergrund:

Mali ist eines der ärmsten Entwicklungsländer der Welt. Nicht umsonst führen die Vereinten Nationen das westafrikanische Land im Wohlstandsindex auf dem 182 von 189 möglichen Plätzen. Wie so oft sind es vor allem die Kinder, die unter der Misere leiden. Und reich an Kindern ist Mali allemal. Jede malische Frau bringt im Schnitt über sechs Kinder zur Welt. Die Bevölkerung wächst jährlich um 3 Prozent, hat aber eine sehr hohe Kindersterblichkeit von elf Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland liegt sie bei 0,34 Prozent.

Das Bildungssystem in Mali ist marode und unterfinanziert. Oft werden die Kinder gar nicht zur Schule geschickt, weil sie als Arbeitskräfte zum Familieneinkommen beitragen müssen. Kein Wunder also, dass die Analphabeten Quote Malis bei über 60 Prozent liegt. Dennoch wollen die Kinder lernen. In den vorhandenen Klassen sitzen oft knapp 70 Kinder gleichzeitig.

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