Donnerstag, März 12, 2026

„Wir müssen nach der Krise eher mehr machen als weniger“

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Werne. Zweck von „Wir für Werne“ ist das gemeinschaftliche Eintreten im Interesse der Weiterentwicklung der Stadt Werne, um diese als Wohn-, Handels- bzw. Gewerbestandort in ihrer Bedeutung für die Region weiter zu stärken. So stellt sich der Verein auf seiner Website vor. Gerade in Corona-Zeiten hatte der Vorstand alle Hände voll zu tun. WERNEplus sprach mit dem Vorsitzenden Michael Zurhorst über die zurückliegenden drei Monate.

 

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Hallo Herr Zurhorst, wie sehr hat die Krise Ihren Verein getroffen?

Wir sind ja eine sehr heterogene Gemeinschaft – vom Gastronomen über den Einzelhandel bis zum Arzt. Es gibt Branchen, die profitieren, andere sind nicht betroffen und wieder andere kämpfen ums Überleben.

Vor einigen Wochen verkündete die Landesregierung weitreichende Lockerungen in den Pandemiebestimmungen. Wie ist seitdem die Stimmung?

Ich würde sie als verhaltene Zuversicht bezeichnen. Von Optimismus möchte ich noch nicht sprechen. Es gibt eine große Unsicherheit. Der Virologe Professor Drosten prognostiziert eine zweite Welle, Hot-Spots wie derzeit in Gütersloh bereiten den Menschen Sorgen.

Was konnte der Verein „Wir für Werne“ in der schwierigen Phase für seine Mitglieder tun?

Wir haben die Mitgliedsbeiträge, die wir vor der Corona-Krise schon eingezogen hatten, zurückgezahlt. Die Werbekosten-Pauschale für Veranstaltungen wie den Auto- und Modefrühling, die von den Innenstadt-Händlern zu zahlen ist, haben wir ausgesetzt. Es hat sich ausgezahlt, dass der Verein ein gutes finanzielles Polster hat. Ich bin außerdem der Meinung, dass wir in und nach der Krise eher mehr machen müssen als weniger.

Michael Zurhorst Foto: Photographie Susanne Kästner
Michael Zurhorst Foto: Photographie Susanne Kästner

Vor allem die Gastronomie litt unter den Einschränkungen. Wie konnte „Wir für Werne“ den heimischen Wirten helfen?

Wir haben uns erfolgreich für die Erweiterung der Außengastronomie-Flächen eingesetzt. Die Stadtverwaltung hatte da auch Einsicht und Verständnis. Auch die Verschiebung der Baumaßnahme an der Bonenstraße in den Herbst ist glücklicherweise vom Rat verabschiedet worden. Dafür hatten wir uns im Vorfeld stark gemacht.

Und jetzt kommt bald der Rabatt-Gutschein, um den Menschen den Einkauf hier in Werne schmackhaft zu machen (WERNEplus berichtete).

Mit dem WERNEGutschein haben wir in Zusammenarbeit mit Werne Marketing ein hervorragendes Instrument zur Kaufkraftbindung geschaffen. Von dieser Infrastruktur profitiert jetzt diese Sonderauflage des Gutscheins.

Wie beurteilen Sie die Aktion „Sei loyal, kauf lokal“, die von Susanne Kästner ins Leben gerufen und umgesetzt wurde?

Ich habe nur positives Feedback erhalten. Die Aktion stärkt den Zusammenhalt in der Bevölkerung und kommt richtig gut an.

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