BIN mit 2. Protest-Radtour contra Industriegebiet

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Werne. Bei der 2. Protest-Fahrradtour der Bürgerinitiative Industriegebiet Nordlippestraße (BIN) am Sonntagnachmittag (20. Juni) gegen das geplante Gewerbe- und Industriegebiet Nordlippestraße hatten die exakt 110 Teilnehmer bei ihrer Tour durch den Wahrbrink bereits eine wichtige Information in der Satteltasche.

Denn vier von sieben Grundstückseigentümern der Flächen nördlich und südlich (nicht Bestandteil der aktuellen Planungen) des Autobahnzubringers hätten dem Regionalverband Ruhr (RVR) bereits schriftlich mitgeteilt, dass sie ihre Flächen nicht veräußern werden, bestätigte BIN-Pressesprecher Axel Kersting am Montag (21. Juni) gegenüber WERNEplus. Da werde ein Strategiewechsel nötig, vermutet man jedenfalls bei der Bürgerinitiative.

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Mit der Radtour machten die Mitglieder und Unterstützer der BIN erneut auf ihr Ziel aufmerksam, die Pläne per Bürgerbegehren möglichst doch noch zu durchkreuzen. Werner Thiemann vom BIN-Vorstand leitete den Protest per Rad wie schon bei der ersten Tour Ende Mai und informierte am Startpunkt in der Bellingheide über die Zielrichtung des Protests.

Thematisiert wurde beispielsweise die hohen Flächenversiegelungen in Werne in den vergangenen Jahren, sei es durch Gewerbe- oder durch Neubaugebiete, erläuterte Kersting. Zwar sei man mit der Zahl der Teilnehmenden diesmal hinter der ersten Tour zurückgeblieben, allerdings hätten viele Interessierte ihr Fernbleiben auch mit der unsicheren Wetterlage begründet. Letztlich blieb man aber von Gewittern etc. verschont. Wie gehabt, wurde die angemeldete Aktion auch diesmal von der Polizei begleitet. Auch Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens sei zugegen gewesen, berichtete Kersting von einer schlussendlich störungsfrei abgelaufenen Aktion.

Wenn in der Ratssitzung am kommenden Mittwoch (23. Juni, 17.30 Uhr Kolpinghaus) die Entscheidung zum Bürgerbegehren der BIN gefallen ist, soll tags darauf die Unterschriftensammlung beginnen. 50 Mitglieder und Unterstützer hätten sich schon bereit erklärt, in einer Haus-zu-Haus-Sammlung Unterschriften einzuholen, schilderte Kersting. Am Donnerstagabend ist ein Treffen auf dem Geländer der Firma Plaß angesetzt, bei der die Sammler/innen mit Informationen zum Thema auf die Gespräche vorbereitet werden, sagte der Pressesprecher zu den Vorbereitungen. Ferner soll eine Broschüre die Inhalte transportieren.

Auch an den Markttagen dienstags und freitags werden an verschiedenen Stellen in der Innenstadt Unterschriften gesammelt. Drei Wochen ab Donnerstag (24. Juni) haben die BIN-Mitglieder dann Zeit, von mindestens acht Prozent der wahlberechtigten Werner Bürger/innen eine Unterschrift zu bekommen.

Anm. d. Red.: In einer früheren Fassung des Textes war von sieben Eigentümern nördlich der Nordlippestraße die Rede. Tatsächlich bezieht sich diese Anzahl auf die Flächen nördlich und südlich der Nordlippestraße. Der letztgenannte Bereich ist nicht Bestandteil der aktuellen Planungen.

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