Feiernde Jugendliche: Ordnungsamt schreitet vor Gymnasien ein

Anzeige

Werne. Die Abi-Mottowoche der beiden Gymnasien beschäftigte am Mittwoch und Donnerstag das Ordnungsamt der Stadt Werne. Die Mitarbeiter mussten Ansammlungen von feiernden Jugendlichen auflösen. Einigen droht nach vorheriger Anhörung wohl ein Bußgeldverfahren.

Immer zum Ende des Schulhalbjahres feiern die angehenden Abiturienten ihre Mottowoche – eigentlich. Während der Coronapandemie sind große Partys auf dem Schulgelände untersagt. „In Absprache mit dem Anne-Frank-Gymnasium gibt es keine Feierlichkeiten, die Schüler dürfen aber drei Tage lang verkleidet kommen“, erläutert Thorsten Schröer, Leiter des Gymnasiums St. Christophorus. Ausgewichen seien einige Jugendliche der beiden Gymnasium außerhalb der Unterrichtszeiten schließlich auf dem Parkplatz vor der Linderthalle.

„Nach einem Hinweis sind wir am Donnerstag zum Umfeld der beiden Gymnasien gerufen worden. Dort feierten rund 20 Jugendliche mit Bier und Musik auf dem Parkplatz. Das ist natürlich in keinster Weise mit den Coronaregeln zu vereinbaren“, erklärte Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens auf Nachfrage von WERNEplus. Die Personalien seien festgestellt worden. Da bereits am Mittwoch schon unerlaubt gefeiert worden sei, drohe einigen Personen nun ein Bußgeldverfahren, so Mertens weiter.

„Die Ordnungsamtsleiterin hat uns klar gemacht, dass sie durchgreifen muss, weil schon am Vortag die Coronaregeln nicht beachtet worden sind“, berichtet Thorsten Schröer, der sich aber eher einen Platzverweis für die angehenden Abiturienten gewünscht hätte. „Klar, was sie gemacht haben, war nicht richtig. Sie haben die Regeln nicht beachtet. Aber ich habe die Befürchtung, dass auch einige Jugendliche in die Geschichte mit reingezogen wurden, die damit nichts zu tun hatten“, sagt der Schulleiter. Und weiter: „Es war auch nicht so, dass dort hunderte Personen ohne Maske getanzt hätten. Es lief Musik aus einem Auto und von den 20 Schülern haben vielleicht fünf oder sechs Leute Alkohol zu sich genommen.“

Für das Ordnungsamt blieb nach eigenen Angaben wegen der Verstöße bereits am Mittwoch wenig Raum für Fingerspitzengefühl. „Wir haben erst das Gespräch gesucht. Als es am nächsten Tag weiter ging, mussten wir durchgreifen“, schildert Kordula Mertens die Situation. An die Schulleiter beider Gymnasien habe man ebenfalls noch einmal appelliert. Das schien gefruchtet zu haben. „Am Freitag war in und vor der Schule alles ruhig. Jetzt sind erst einmal Ferien“, so Schröer abschließend.

Weitere Artikel von Werne Plus

Kürzere Tage, mehr Wildwechsel: Hegering warnt vor Wildunfällen

Werne. Wenn die Tage kürzer werden, steigt die Gefahr von Wildunfällen deutlich. Der Hegering Werne ruft Autofahrerinnen und Autofahrer deshalb zu besonderer Vorsicht auf. „Mit...

Wandern für Trauernde: Hospizgruppe hat noch Plätze frei

Werne. Ein Stück Weg zusammen gehen. Vom Alltag abschalten. Erfahrungen austauschen. Offene Ohren finden. Kraft tanken und Mut schöpfen. So wie der Herbst die...

Vortrag der VHS Werne: Frauen im Rechtsextremismus

Werne. Ihre Rolle ist zentral und dennoch werden sie in den öffentlichen Diskussionen um Rechtsextremismus meist vergessen: Die Frauen, welche in rechtsextremen Kreisen leben,...

Kick zu Sim-Jü: Tradition, guter Zweck, Bummelpäckchen und ein Abschied

Werne. Sim-Jü ist immer ein großes Miteinander zwischen Schaustellern und der Werner Bevölkerung. Nur zum inoffiziellen Auftakt geht es im sportlichen Sinne gegeneinander -...