Frauenchor am Kloster: Mit neuem Chorleiter muss es menscheln

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Werne. 2008 wurde der Frauenchor am Kapuzinerkloster auf Anregung von Pater Suitbert gegründet. Seit diesem Tag stand Elmar Sebastian Koch den Sängerinnen als Kapellmeister zur Verfügung. Er ging aus beruflichen Gründen nach Nordbayern und der Chor auf die Suche nach einem Nachfolger. Das war und ist in Coronazeiten alles andere als leicht.

„Uns verlässt ein wunderbarer Chorleiter, ein Wegbegleiter und ein Vertrauter. Als uns die Nachricht ereilte, floss auch die eine oder andere Träne“, erzählt Heike Möller im Gespräch mit WERNEplus. Gerne denkt die Sängerin an die vielen wöchentlichen Proben zurück. „Die waren immer lustig.“ Und so sollte auch der Nachfolger von Elmar Sebastian Koch sein. Der „Neue“ müsse Humor mitbringen, auch Gelassenheit sei nicht verkehrt. Ein Inserat in einer Fachzeitschrift war erfolgreich. Zwei Kandidaten stehen nun zur Auswahl.

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Doch Corona macht die nächsten notwendigen Schritte unmöglich. „Wir wollen beide gerne persönlich kennenlernen und natürlich auf Herz und Nieren testen“, lacht Heike Möller: „Denn es muss auch menscheln.“ Und das lasse sich nur bei einem persönlichen Treffen feststellen. Beide potenziellen Nachfolger von Elmar Sebastian Koch wohnen im 50-Kilometer-Radius um Werne und wollen sich auf die Besonderheit, einen reinen Frauenchor zu dirigieren, einlassen.

Eines hat beim Frauenchor am Kapuzinerkloster Tradition: „Jeder kann bei uns mitmachen. Man wächst mit dem Chor und die Stimme kann sich weiterentwickeln“, erläutert Heike Möller. 35 Sängerinnen im Alter von 29 bis 78 Jahren zählt die Gemeinschaft, die vor der Pandemie einmal pro Woche im Pfarrheim St. Christophorus geprobt und sich in Werne einen guten Namen gemacht hat. Aufgrund der Beschränkungen sei es schwer, in Kontakt zu bleiben. Doch Abgänge bei den Sängerinnen hat der Chor nicht zu verzeichnen.

Im Corona-Jahr fielen alle Auftritte des Chors aus. Zum 350. Jubiläum des Kapuzinerklosters war ein großes Konzert geplant, doch fehlende Proben machen dieses Unterfangen unmöglich. Geplant sei nun, zwei oder drei Lieder während der Festmesse zu singen.

„Mir liegt es sehr am Herzen, dass es mit dem Chor weitergeht. Es war eine schöne Zeit“, sagt Koch. Und Heike Möller unterstreicht: „Wir werden Elmar Sebastian Koch sehr vermissen. Wir danken ihm für viele wunderbare Erinnerungen an der gemeinsamen musikalischen Reise durch die Zeit, wünschen ihm und seiner Familie alles Gute.“ Ein Versprechen musste der scheidende Kapellmeister seinen Sängerinnen aber geben; jedes Jahr zum Sommerfest muss er nun bei seinem alten Chor vorbeischauen.

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