Förderverein Jakobsweg Werne pilgert von Coesfeld nach Billerbeck

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Werne. (kra-) Stundenlang Regen, wenig Sonne, aber ganz, ganz intensive Impulse: Das alles erlebten ein Dutzend Pilger des Fördervereins Jakobsweg Werne auf ihrer jüngsten Tour von Coesfeld nach Billerbeck.

Zehn Frauen und zwei Männer waren vom 12. bis 13. Juni bei Wind und Wetter auf dem Baumberger Ludgerusweg unterwegs. „Neue Wege gehen“ lautete das Motto. „Dabei geht es nicht um Leistung, möglichst viele Wege zu schaffen, sondern in sich zu gehen und zu überlegen: Wo will ich hin, was will ich vielleicht in meinem Leben ändern“, erläuterte Fördervereins-Vorsitzende Gabriele Kranemann.

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Dieser Gedanke zog sich wie ein roter Faden auch durch die spirituellen Momente, bei denen die Pilgerinnen und Pilger in Gotteshäusern und in der freien Natur innehielten.

Allen Unbilden des Wetters zum Trotz waren die Pilgerinnen und Pilger des Fördervereins Jakobsweg Werne gut drauf. Im Hintergrund die beiden mächtigen Türme des Klosters Gerleve. Foto: Kramer

Mit dem Zug waren die Pilger am Freitagmorgen nach Coesfeld gefahren. Dort ging es mit Rucksack, Wasserflasche und etwas Verpflegung zu Fuß von der Pfarrkirche St. Jakobi durch die Parklandschaft zum Coesfelder Berg und weiter zur Benediktinerabtei Gerleve. Schon aus der Ferne waren die mächtigen Doppeltürme des Klosters sichtbar. Im Kloster selbst konnten die Pilger am Mittagsgebet der Benediktiner teilnehmen. Nach einer Mittagspause machte sich die Gruppe auf den zweiten Teil des Weges nach Billerbeck, wo die Übernachtung anstand.

„Eine Orgel ist wie ein Orchester“: Lukas Maschke, Kantor im Billerbecker St. Ludgerus-Dom, faszinierte die Pilger des Fördervereins Jakobsweg Werne mit einem hinreißenden Exklusiv-Konzert. Foto: Kramer

Im Billerbecker St. Ludgerus-Dom verzauberte am nächsten Vormittag ein ganz besonderes Orgel-Konzert die gespannt lauschenden Zuhörer: Kantor Lukas Maschke brachte die beiden Orgeln des Domes exklusiv für die Gäste aus Werne und Umgebung zum Klingen – der nicht nur musikalische Höhepunkt der Pilgeraktion. Maschke erläuterte den Zuhörern auch kompetent, wie Orgeln überhaupt funktionieren und dass jede Orgel eigens „erlernt“ werden müsse. „Wie geht das denn?“, lautete eine erstaunte Frage. Lukas Maschke hatte eine plausible Antwort parat. „Du musst eigentlich nur zur rechten Zeit die richtigen Tasten drücken“, schmunzelte der renommierte Musiker, der bei diesem außergewöhnlichen Konzert wahrhaft alle Register zog. Eine interessante Domführung mit Bernhard Köhler komplettierte das anspruchsvolle Programm, das die Teilnehmer vermutlich noch lange in Erinnerung behalten werden. 

Innehalten, in sich hinein hören: Einfühlsam gab Gabriele Kranemann, die Vorsitzende des Fördervereins Jakobsweg Werne, in Gotteshäusern spirituelle Impulse zum Motto der Pilgeraktion „Neue Wege gehen – auf den Spuren des Heiligen Ludgerus“.  Foto: Kramer 

Ein kleines Wunder ereignete sich auf der Rückfahrt nach Werne: Als der Zug von Billerbeck nach Münster wegen eines Unfalles auf der Strecke nicht weiterfuhr, konnten die Pilger ganz plötzlich noch in einen Linienbus umsteigen, der gerade von seiner Haltestelle aus startete. Dessen Fahrer stoppte wieder, ließ alle geduldig einsteigen und kutschierte seine Fahrgäste sehr ambitioniert und vor allem rechtzeitig zum Münsteraner Hauptbahnhof. 

Die Anhöhe ist überwunden, und jetzt geht es schnurstracks auf Billerbeck zu. Die Pilger freuten sich, dass irgendwann es aufgehört hatte zu regnen. Foto: Kramer

Nur eine Randnotiz: Dort erwischten die Pilger so gerade eben noch den Regionalzug RB 50 nach Werne. „So etwas kann man nicht lernen, das hat sich Gabriele alles super ausgedacht“, nahmen die Pilger ihre Chefin Gabriele Kranemann freundlich auf die Schippe.

Info: www.jakobsweg-werne.de

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