Mehr Radwege für Kinder: Zweite Kidical Mass rollt durch Werne

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Werne. Unter dem Motto „Kinder aufs Rad“ hat sich die zweite Kidical Mass in Werne für eine kinderfreundlichere Verkehrspolitik eingesetzt. Rund 80 Kinder, Eltern und Großeltern nahmen am Sonntagnachmittag an der familienfreundlichen Fahrraddemo teil.

In über 130 Städten haben Klein und Groß am Wochenende für ein neues Verständnis von Mobilität demonstriert. Die Kidical Mass hat die Vision, dass sich alle Kinder und Jugendlichen sicher und selbständig mit dem Fahrrad bewegen können. Das ist – da waren sich viele der Teilnehmer einig – in Werne noch längst nicht an allen Stellen der Fall.

Till Garvert, Versammlungsleiter der rollenden Demo, plädierte bei seiner Ansprache zum Start auf dem Marktplatz für mehr Gleichberechtigung im Verkehr. „Es kann nicht sein, dass wir auf irgendwelchen Gehwegen versuchen müssen, durch den Verkehr zu kommen. Wir sind genau so Teil einer Gesellschaft, die sich fortbewegen möchte. Es wäre ideal, wenn wir dafür Radwege hätten, auf denen wir uns fortbewegen könnten.“

Kinder sollen sich überall in Werne sicher und selbstständig mit dem Fahrrad bewegen können – das ist eine der Forderungen, die Till Garvert vor der Start der Tour unterstrich. Foto: Volkmer

In der Folge kritisierte Garvert unter anderem wie im Vorjahr den neu gebauten Kreisel an der Alten Münsterstraße, an dem es an zwei von vier Auswegen keinen Radweg gebe. Wenig Verständnis zeigte er zudem für die Situation am Steintor. „Da geht ein Radweg plötzlich an einem Haus zu Ende, aber eine zweite Autospur entsteht, damit Autofahrer dort besser nach rechts abbiegen können“, kritisierte Garvert.

Die anschließende Tour führte auch über den Hansaring. „Ich habe keine Ahnung, wie sich da Kinder auf dem Weg zur Wiehagenschule bewegen sollen. Da ist es kein Wunder, dass die Kinder mit dem Auto gebracht werden“, so der Versammlungsleiter, der sich erneut für die flächendeckende Einrichtung von Fahrradstraßen in der Nähe von Schulen aussprach. Überdies erneuerte er die Forderung nach einer flächendeckenden Einführung von Tempo 30 in der Stadt.

Rund 80 Kinder, Eltern und Großeltern nahmen am Sonntagnachmittag an der familienfreundlichen Fahrraddemo teil. Foto: Volkmer

Einziger Stopp der von der Polizei eskortierten Fahrrad-Demo war auf der Straße vor dem Stadthaus. Hier zeichneten viele Teilnehmer mit Kreide ihre Wünsche und Vorstellungen für eine Verkehrswende in der Lippestadt auf den Asphalt. Eine Neuerung im Rahmen der Demonstration, die nicht nur bei den jüngsten Teilnehmern sehr gut ankam.

  

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